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Noch immer stehen laut Bundesrat 90 000 Menschen in der Schweiz ohne bezahlte medizinische Versorgung da.
Ende 2006 waren es bis zu 150 000 Menschen, denen die Kassen die Leistungen gestrichen hatten, weil sie Prämien schuldeten. Das erlaubt ihnen eine Verordnung, die Anfang 2006 in Kraft getreten ist (saldo 15/06). Nur Waadt, Wallis, Genf, Jura und Basel-Stadt haben mit einigen Kassen Vereinbarungen abgeschlossen: Hier übernehmen die Kantone die Prämienschulden für Zahlungsunfähige, wenn die Kassen wieder die medizinische Versorgung bezahlen.
«Solche Vereinbarungen sind keine Lösung, da sie freiwillig und jederzeit kündbar sind», kritisiert Semya Ayoubi von der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK). Die GDK verlangt daher eine Gesetzesänderung. «Heute streichen die Krankenkassen viel zu früh ihre Leistungen», kritisiert Ayoubi.
31. März 2008
