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Artikel | K-Geld 02/2008

Vor- und Nachteile einer neuen Anlagekategorie

Neue Anlageprodukte sollen die Vorteile von Fonds, Indexfonds und strukturierten Produkten vereinen. Experten sind skeptisch.


Die Privatbank Vontobel hat im letzten November eine neue Produktekategorie geschaffen: die Exchange Traded Structured Funds (ETSF). Die Schweizer Börse SWX hat dafür ein eigenes Handelssegment eröffnet, in dem bisher jedoch nur die fünf Vontobel-ETSF gelistet sind.

ETSF sollen die Vorteile von strukturierten Produkten, Fonds und Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETF) miteinander verbinden.

Den strukturierten Produkten nachgeahmt sind die Strategien der ETSF, die sogar in fallenden Märkten Renditen ermöglichen sollen. Zwei ETSF haben vollen beziehungsweise bedingten Kapitalschutz bei Laufzeiten von jeweils fünf Jahren.

Bisherige strukturierte Produkte waren nicht geschützt, falls das ausgebende Finanzinstitut Konkurs machen sollte. Dieses Risiko ist bei ETSF ausgeschaltet. Sie unterstehen wie Fonds dem Fondsgesetz und gelten als Sondervermögen. Und sie werden wie Indexfonds täglich an der Börse gehandelt.

Doch diese Vorteile sind nicht gratis: Die jährlichen Gebühren (Total Expense Ratio) betragen rund 1,8 Prozent.

Anlagechef Rolf Biland vom VZ Vermögenszentrum bezweifelt, dass ETSF eine grosse Zukunft haben werden: «Es werden wohl nur die gängigsten Strategien in ETSF verpackt. Zudem dürfte von der Idee bis zur Emission mehr Zeit verstreichen als bei strukturierten Produkten.» Die grosse Auswahl und die schnelle Emission neuer Produkte seien aber die einzigen wirklichen Vorteile von strukturierten Produkten.

Ausserdem lauern laut Biland bei ETSF – ebenso wie bei strukturierten Produkten – versteckte Kosten. So gehen die Dividenden nicht an den Anleger, sondern an den Herausgeber. Der Investor verzichtet damit in der Regel auf 2 bis 3 Prozent Rendite pro Jahr. Und schliesslich sei bei strukturierten Produkten die Strategie nicht immer nachvollziehbar.

31. März 2008 | Zoltán Tamássy


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Coop-Kunden sollen nicht mehr erfahren, aus welchem Land Importprodukte kommen. «Hergestellt in der EU» genüge. Was halten Sie davon?
Das Herkunftsland muss weiterhin deklariert werden.
Nur das Herkunftsland reicht nicht. Es sollte noch viel detaillierter deklariert werden.
Kein Problem. Ich achte sowieso nicht drauf.
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