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Jetzt lohnt sich ein Blick auf die Police der Krankenkassen-Zusatzversicherungen. Vielleicht sind Produkte drauf, die Sie gar nicht wollen.
«Mein Vertrauen in die Helsana war gross. Doch jetzt hat mich die Krankenkasse mit ihrer Frechheit enttäuscht.» Anita Marti aus Meiringen BE ist sauer; sie hat zwei Jahre lang für eine Versicherung gezahlt, die sie nie beantragt hatte. Und auch nicht wollte.
Es geschah, als Martis Tochter Loana 20 Jahre alt wurde. Auf Anfang 2006 setzte darauf die Helsana der Tochter ungefragt die Zahnversicherung Denta auf die Police. Für Fr. 17.30 pro Monat.
Die Helsana begründet die automatische Zuteilung mit dem Kleingedruckten bei der Zusatzversicherung Top, die Tochter Loana vorher schon hatte. Dort steht, 20-Jährige würden «automatisch» in die Denta «umgeteilt».
Natürlich kann so – durch die Hintertüre – keine gültige Versicherung zustande kommen. Denn die Klausel in den Versicherungsbedingungen ist so ungewöhnlich, dass Kunden nicht mit einem solchen Vorgehen der Krankenkasse rechnen müssen.
Die Helsana sagt dazu, die Versicherten würden im Vornherein per Brief auf die Umteilung aufmerksam gemacht. Sie hätten die Möglichkeit, die Versicherung abzulehnen – bis drei Monate nach erfolgter Zuteilung.
28. Januar 2008 | Ernst Meierhofer
