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Jeder vierte Schweizer trinkt Wasser mit leicht erhöhten Uran-Werten. Dies zeigen jetzt die Auswertungen der Leseraktion.
Ein Viertel der Schweizer Bevölkerung trinkt Leitungswasser mit leicht erhöhten Uran-Werten – zwischen einem und zwei Mikrogramm pro Liter. Darunter sind auch die Bewohner von Basel, Schaffhausen und St. Gallen. In Deutschland sind dagegen nur 3 Prozent der Bevölkerung betroffen.
Dies hat der deutsche Uran-Experte Ewald Schnug herausge-funden. Der Professor aus Braunschweig (D) hat die Gesundheitstipp-Aktion vom Herbst 2006 ausgewertet. Damals schickten Leserinnen und Leser Wasserproben von fast 400 Gemeinden ins Labor.
Schnug – einer der besten UranKenner weltweit – hat die Werte mit den Bevölkerungszahlen der Gemeinden verknüpft und mit den deutschen Werten verglichen. Er staunte, wie gründlich die Leseraktion die Schweiz abdeckte: «Sie erlaubt Aussagen über Wasser, das fast die Hälfte der Bevölkerung trinkt. Das hat mich überrascht.»
Uran ist ein giftiges Schwermetall. Leitungs- und Mineralwasser enthält Uran in unterschiedlicher Konzentration – je nachdem, durch welches Gestein das Wasser vorher geflossen ist. Uran-Experte Schnug hält Wasser mit bis zwei Mikrogramm Uran für «gerade noch akzeptabel». Doch in 24 Schweizer Gemeinden liegt die Uran-Menge über diesem Wert.
Das Bundesamt für Gesundheit schreibt, diese Werte seien «nicht erstaunlich». Es sieht «momentan keinen dringenden Handlungsbedarf». Anders in Deutschland: Dort wird ein Grenzwert von zehn Mikrogramm Uran pro Liter diskutiert. Mineralwässer mit der Bezeichnung «geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung» dürfen sogar nicht mehr als zwei Mikrogramm enthalten.
22. Januar 2008
