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Statt regelmässig Tabletten zu schlucken, können Patienten mit Knochenschwund sich an den Tropf hängen lassen – und das nur einmal im Jahr. Doch die neue Therapie ist teuer und hat Nebenwirkungen.
Viele Menschen mit Osteoporose müssen regelmässig Tabletten mit Bisphosphonaten schlucken. Doch neu gibt es ein Bisphosphonat, das als Infusion direkt in die Vene läuft – und das nur einmal im Jahr: Aclasta. Seit Dezember zahlen die Krankenkassen die Infusion.
Hersteller Novartis wirbt damit, dass es mit der jährlichen Infusion für Patienten viel leichter sei, die Therapie durchzuhalten. Denn Bisphosphonat-Tabletten schlucken ist mühsam: Weil der Wirkstoff sauer ist, müssen Patienten darauf achten, dass die Tablette nach der Einnahme nicht in der Speiseröhre kleben bleibt oder wieder hochsteigt. Das heisst, Patientinnen sollten nach der Einnahme viel Wasser trinken und eine Stunde nicht liegen. Sonst kann sich die Speiseröhre entzünden.
Die Infusion hat aber ihren Preis: Sie kostet fast 700 Franken. Novartis-Sprecher Urs Bigler rechtfertigt die Kosten mit dem Forschungsaufwand für eine «absolute Innovation». Zum Vergleich: Für die Behandlung mit dem ebenso wirkungsvollen Mittel Alendronat Sandoz (Wochentabletten) zahlt man nur gut die Hälfte.
22. Januar 2008 | Ines Vogel
