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Tausende von Ferienhäusern und -wohnungen stehen meistens leer. Die Heizungen laufen trotzdem auf vollen Touren. Das schadet der Umwelt und kostet viel Geld.
Die ETH Zürich kam in einer Studie für das Gebiet Lenzerheide zu folgendem Ergebnis: Während ihrer Abwesenheit halten die Hälfte der Ferienhausbesitzer die Raumtemperatur auf 16 bis 20 Grad. Das ist zu hoch. Dazu Jürg Nipkow von der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (Safe): «Wird die Temperatur auf 11 Grad reduziert, können in einem Ferienhaus jährlich rund 1600 Liter Heizöl eingespart werden.» Bei einem Heizölpreis von 85 Franken pro 100 Liter wäre das eine Kosteneinsparung von 1360 Franken.
Diese Modellrechnung geht von zwei Voraussetzungen aus:
Die Untersuchung der ETH zeigte aber, dass Feriendomizile nur während 22 Tagen jährlich bewohnt werden. Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen die Fachleute von Greenpeace, als sie die Verhältnisse im Oberengadin unter die Lupe nahmen.
Das sinnlose Heizen unbewohnter Liegenschaften belastet auch die Umwelt. Gemäss einer Berechnung der Safe liessen sich in der Schweiz pro Jahr 500 000 Tonnen CO2 einsparen. Dann nämlich, wenn die Raumtemperatur unbewohnter Immobilien auf 10 Grad abgesenkt würde. 500 000 Tonnen entsprechen dem CO2-Ausstoss von 250 000 Durchschnittsautos mit jährlich 20 000 km Fahrleistung.
SparTipps fürs Feriendomizil
Um den Energieverbrauch eines Ferienhauses oder einer Ferienwohnung während der Abwesenheit zu minimieren, ist Folgendes zu beachten:
26. November 2007 | Thomas Heer
