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Warmes, indirektes Licht aus verschiedenen Quellen und «Lichtinseln»: So schaffen Sie in Ihrer Wohnung eine angenehme Atmosphäre.
Als Renate Lang und Stefan Weiss ihr Eigenheim in Horw LU planten, stand für sie fest: Um die Innenbeleuchtung soll sich ein Profi kümmern. Den Zuschlag bekam der Lichtplaner Daniel Kuhn aus Suhr AG: Er hat seine Vorstellungen von zeitgemässer Wohnraum-Beleuchtung im Einfamilienhaus in Horw umgesetzt (siehe Bildbeispiele).
«Das Lichtkonzept war auf eine weiche, indirekte, blendfreie Beleuchtung ausgelegt – ohne harte Schatten», sagt Daniel Kuhn über seine Arbeit. So entstehe ein «warmer, harmonischer, grosszügiger Raumeindruck». Die meisten Leuchten lassen sich stufenlos regulieren (dimmen).
Lichtinseln für Stimmungs- oder Lesebeleuchtung
Neben diesem Grundlicht setzte der Lichtplaner im Horwer Neubau «Schwerpunkte und Akzente»: Transportable Steh- und Bodenleuchten schaffen «Lichtinseln, die je nach Leuchtentyp als Stimmungs- oder Leseleuchten eingesetzt werden können» (zu stromsparenden Stehleuchten siehe "Warmes Licht auch bei Sparlampen" in diesem Artikel).
Die kluge Mixtur aus variabler Grundbeleuchtung und gezielten Akzenten macht es letztlich aus. «Im Wohnbereich ist es wichtig, in Zonen zu denken», sagt Daniel Kuhn. So lässt sich das Licht dorthin lenken, wo es benötigt wird – mit Zonen fürs Lesen, Arbeiten, Essen, zum Entspannen.
Häufig ein Problem in bestehenden Wohnungen: Die ganze Zimmerdecke ist von Einbauspots übersät. «Das ergibt eine undifferenzierte Lichtsuppe ohne Dynamik», sagt der Lichtplaner. Er empfiehlt, Einbauleuchten gezielt zu platzieren und dafür im Raum dekorative Steh- oder Wandleuchten einzusetzen – was eine angenehmere Lichtstimmung mit Zonen ergibt.
Kein punktuell starkes Licht in dunklen Räumen
Wichtig ist zudem: Die Beleuchtung muss auf die jeweilige Raumsituation abgestimmt sein. Besonders beachten sollte man das Verhältnis von Tageslicht und Kunstlicht und die vorhandenen Materialien und Farben. «Licht und seine Wirkung hängen sehr stark mit der Einrichtung und der Farbgestaltung eines Raumes zusammen», sagt Kuhn.
Umgekehrt gesagt: Wer mit der Beleuchtung zu Hause nicht zufrieden ist, muss nicht unbedingt eine neue Leuchte kaufen. Auch das Anstreichen einer Wand mit einer warmen Farbe kann eine Verbesserung bringen.
Man kann auch mit kalten oder warmen Lichtfarben (mehr in diesem Artikel) den Raum beeinflussen. Einige Lampen lassen sich mit farbigen Gläsern und Filtern ergänzen, die die Stimmung in einem Raum beeinflussen.
In jedem Fall vermeiden sollte man Blendungen durch Leuchten mit punktuell starkem Licht – was gerade in dunkleren Räumen die Lichtstimmung empfindlich beeinträchtigen kann. «Dort empfiehlt es sich, Lampen mit nicht allzu hoher Leuchtdichte einzusetzen», sagt Daniel Kuhn.
Licht-Tipps
Weitere Licht-Tipps: Siehe Spezial Wohnen 1/2005 sowie Haus & Garten 1/2006.
Lichtplaner: was sie tun und was sie kosten
Lichtplaner oder Lichtdesigner ist ein relativ neuer Berufszweig – eine offizielle Ausbildung gibt es in der Schweiz erst seit 2000. Viele Lichtdesigner sind Quereinsteiger, die zuvor als Innenarchitekten oder Elektroinstallateure gearbeitet haben. Soll das Licht in einem Neubau oder bei Umbauten gut geplant werden, müssen Architekt und Elektroplaner eng zusammenarbeiten. Und die Bedürfnisse müssen sorgfältig abgeklärt werden.
Beratung, Beleuchtungskonzept und Umsetzung sollte man detailliert budgetieren lassen. Je nach Räumen und Wahl der Beleuchtungskörper ist mit Kosten von bis zu 20 000 Franken zu rechnen. Luxusvarianten sind noch einiges teurer.
Will man sich in Sachen Beleuchtung einfach nur professionell beraten lassen, liegt die Preisspanne zwischen einigen Hundert und mehreren Tausend Franken.
Weitere Infos:
www.lightmakers.net
Homepage des Verbandes Schweizer Lichtplaner, mit Adressen und Literaturhinweisen.
www.licht-wohnen.ch
Homepage des Lichtplaners Daniel Kuhn.
www.licht.de
Deutsches Portal der Fördergemeinschaft Gutes Licht. Im Bereich «PrivatPortal» finden sich viele Tipps, Planungshilfen und Checklisten rund um die Wohnbeleuchtung.
23. November 2007 | Stefan Christen
