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Ein Vergleich von saldo zeigt: Ausgerechnet mit der Kreditkarte von Swiss sind Einkäufe im Ausland am teuersten.
Wer seine Kreditkarte häufig im Ausland benützt, sollte bei der Wahl der Karte darauf achten, welche Konditionen bei Einkäufen in einer Fremdwährung gelten. Die Cornèr Bank etwa wirbt auf ihrer Website, dass sie bei ihren Karten bei Fremdwährungs-Transaktionen nur 0,9 Prozent Bearbeitungsgebühr draufschlägt. Die Konkurrenz hingegen verlangt bis zu 2,5 Prozent.
Die Bearbeitungsgebühr ist aber nur ein Faktor. Ebenso wichtig ist der angewandte Kurs, wie ein saldo-Vergleich zeigt.
Die Ausgangslage ist folgende: Ein Ehepaar begleicht seine Hotelrechnung in Paris von 619 Euro mit der Kreditkarte. Welcher Betrag in Schweizer Franken erscheint zu Hause auf der Kreditkartenrechnung? Diese Frage hat saldo für 20 gängige Kreditkarten abgeklärt. Eine repräsentative Auswahl davon findet sich unten in der Tabelle.
Am besten schlägt sich die kostenlose M-Budget-Mastercard der Migros. Der Bearbeitungszuschlag beträgt zwar stolze 2 Prozent, dafür ist der von der Herausgeberin GE Money Bank angewandte Kurs von Fr. 1.67 günstig. So resultiert ein Rechnungsbetrag von Fr. 1054.40.
Swiss-Karte: Teurer Wechselkurs, hohe Gebühren
Am schlechtesten schneidet die für Vielflieger lancierte Mastercard Miles & More von Swiss ab. Hier wird der zweithöchste Kurs verrechnet und mit 2,5 Prozent die höchste Bearbeitungsgebühr, was mit einer Belastung von Fr. 1080.30 zu Buche schlägt. Die Differenz zwischen günstigster und teuerster Karte beträgt also Fr. 25.90.
Im Mittelfeld bewegen sich die Standard-Kreditkarten der Kantonal- und Raiffeisenbanken sowie von Bank Coop und Migros Bank. Für all diese von der Viseca herausgegebenen Karten gelten bei Einkäufen in Fremdwährung dieselben Konditionen.
Diese Ergebnisse sind nicht vom Tag der Transaktion abhängig. saldo führte die Stichprobe an drei Stichtagen durch – die Rangliste änderte sich nur minim.
Der günstige Kurs bei der M-Budget-Karte ergibt sich laut Herausgeberin GE Money Bank, weil der Mastercard-Interbank-Wechselkurs und nicht ein bankeigener Devisenkurs angewendet werde. Der Swiss-Kreditkarte hingegen, die von Swisscard herausgegeben wird, liegt der höhere Devisenverkaufskurs der Credit Suisse zugrunde.
Ist es nicht widersinnig, dass die Swiss-Karte, die sich speziell an Leute wendet, die oft ins Ausland reisen und dort einkaufen, am schlechtesten abschneidet? Urs Knapp, Sprecher Swisscard, verneint: «Der Bearbeitungszuschlag von 2,5 Prozent ist so festgelegt, dass er den zusätzlichen Aufwand, den wir bei Fremdwährungstransaktionen dieser Kartenbesitzer haben, verursachergerecht abdeckt.»
23. Oktober 2007 | Thomas Lattmann
