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Das französische Label AOC (Appellation d’origine contrôlée) soll für qualitativ guten und authentischen Wein einer bestimmten Region garantieren. Doch es ist nichts wert: Im Jahr 2004 erhielten 98 Prozent aller Weine, die von AOC-Jurys beurteilt wurden, das Label, im 2005 sogar 99 Prozent. Das zeigt eine Untersuchung des französischen Konsumentenschutzverbandes UFC Que Choisir.
Die Auszeichnung ist laut UFC häufig reine Gefälligkeit. Auch fehle es an unabhängigen Kontrollen. Eine Umfrage von UFC bei 75 französischen Weinexperten ergab zudem: 40 Prozent sind der Meinung, dass AOC nicht einmal ein Minimum an Qualität garantiere. Laut den Experten werden in 2 von 3 Flaschen Trauben verwendet, die gar nicht aus der Region stammen, für die das Label bürgen sollte.
Der Schweizer Grosshandel will von den Vorwürfen nichts hören: «Das Gros französischer Produzenten ist seriös», sagt Ernst Dällenbach von der Vereinigung Schweizer Weinhandel. 2006 importierte die Schweiz knapp 40 Millionen Liter Wein aus Frankreich, 90 Prozent davon AOC-Weine.
09. Oktober 2007 | Eric Breitinger
