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Im Juli berichtete der Gesundheitstipp über Marium Forbes, die vom Malaria-Mittel Mephaquin psychische Schäden davontrug. Der Report löste ein grosses Echo aus.
«Todesangst vor dem ‹Etwas› auf der Brust»
Nach dem Einnehmen eines Malariamedikaments wachte ich eines Nachts auf und hatte das Gefühl, «Etwas» sitze auf meinem Brustkorb. Ich hatte den Eindruck, erdrückt und erstickt zu werden. In Todesangst befreite ich mich mit letzter Kraft von dieser schwarzen Masse, die ich zu spüren glaubte.
B. S. *
«Sie wurde aggressiv, begann zu trinken»
Unsere Mutter schluckte zweimal innerhalb von sechs Monaten Lariam zum Vorbeugen von Malaria. Nach dem zweiten Mal wurde sie zusehends depressiver, manchmal auch aggressiv. Sie begann zu trinken. Sie war verwirrt und konnte den Haushalt nicht mehr bewäl-
tigen. Um einen epileptischen
Anfall beim Alkoholentzug zu verhindern, wurde sie mit Temesta behandelt. Anschliessend verbrachte sie drei Monate in der psychiatrischen Klinik.
JACQUELINE BÖRLIN, ORMALINGEN BL
«Ich erlebte einen ahren Horrortrip»
Ich nahm für meine Reise Anfang Juni Mephaquin ein. In der ersten Woche bekam ich plötzlich ein Klemmen in Hals und Brust – Panik! Ohne die Beruhigungsmittel Lexotanil oder Temesta konnte ich danach nicht mehr schlafen.
Nach der Rückkehr erlebte ich einen wahren Horrortrip: morbide Gedanken, Verwirrtheit. Angst und Panik wurden meine ständigen Begleiter. Ich nahm das Schlafmittel Stilnox. Als ich langsam in eine Abhängigkeit geriet, setzte ich alle Beruhigungsmittel ab. Albträume habe ich noch immer. Ein Rauschen im Kopf wie ein Bienenschwarm, das ich seitdem habe, hält ebenfalls noch an.
F. G. *
«Geschwulst gewachsen»
Ich habe vor zehn Jahren für vier Wochen Lariam vorbeugend eingenommen. Schon nach der ersten Tablette litt ich unter Appetitlosigkeit, Übelkeit, Schwindel und depressiven Zuständen. Nachdem ich Lariam absetzte, liessen die Symptome nach. Ein Jahr später war eine Geschwulst (Myom) aus der Gebärmutterwand in die Bauchhöhle gewachsen. MARGARETA HORVATH, KONSTANZ (D)
«Mephaquin führte in die Sucht»
Seit meinem 10. Lebensjahr leide ich unter Panikattacken aufgrund sexuellen Missbrauchs und nahm nur bei Bedarf Temesta. Für eine Reise nach Südafrika erhielt ich ephaquin, das mich völlig umwarf. Ich hatte fast dauernd Panikattacken (Hyperventilation, Blutleere im Kopf, Schwindel, Übelkeit und Appetitverlust) und nahm jeweils Temesta. So wurde ich davon abhängig. Ich arbeite als Rechtsanwältin und kämpfe heute mit ilfe meiner Psychotherapeutin gegen diese Sucht.
G. B. *
«Tinnitus verstärkt – Ich stürzte in die Krise»
Für eine Reise nach Südafrika empfahl mir 1998 das Tropeninstitut der Uni Zürich uneingeschränkt Lariam. Genau 24 Stunden nach der ersten Einnahme hatte ich plötzlich Angst, gleich zu sterben. Sechs Monate später wurde mein sehr schwacher Tinnitus auf einen Schlag lauter. Dies stürzte mich in eine tiefe Krise mit langer Arbeitsunfähigkeit, schwerer Depression und Selbstmordgedanken. Lariam ist für mich die wahrscheinlichste Ursache für den verschlimmerten Tinnitus.
R. G. in W. *
* Namen der Redaktion bekannt
12. September 2007 | Ines Vogel
