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Artikel | Gesundheits-Tipp 09/2007

Süsser Köder im Milchglas

Ein aromatisierter Trinkhalm soll bei Kindern die Lust auf Milch wecken. Ernährungsexperten winken ab: Eine normale Schokolademilch sei besser.

Den Trinkhalm in die Milch tauchen und kräftig saugen: Fertig ist die Schokolademilch.
Die Rede ist nicht vom Schlaraffenland, sondern von den neuen
Sipahh-Röhrchen – zu kaufen in Migros, Coop und Manor.
In den Röhrchen hat es Geschmacksperlen, die sich auflösen, wenn Milch durch den Trinkhalm fliesst. Die Milch schmeckt dann nach Vanille, Erdbeer oder Schokolade. Gemäss Hersteller soll Sipahh die Milch «für Kinder wieder interessanter» machen.
Dies sei ein komplett falscher Ansatz, sagt hingegen Carine Buhmann, Ernährungsberaterin des Gesundheitstipp: «Kinder sollen Milch und Milchprodukte konsumieren – doch wohl kaum auf diese Art», sagt Buhmann. Eltern müssten den Kindern nicht immer noch mehr Süsses anbieten. «Denn das Verlangen nach Süssigkeiten sollte nicht gefördert, sondern gesenkt werden.»
Die Fachfrau für Ernährung rät: «Wenn die Kinder ungesüsste Milchprodukte nicht mögen, gibt es ausreichend Alternativen – zum Beispiel Früchtequark oder Joghurts.»

Schoggimilch enthält Vitamine und Mineralstoffe

Sogar die einfache Schoggimilch – angerührt mit Milch und Schokoladepulver – ist besser als die mit Aromen angereicherten Röhrchen. Denn Schokoladepulver enthalten im Normalfall noch Vitamine und Mineralstoffe. «Doch bei Sipahh ist das nicht der Fall», sagt Marion Wäfler, Ernährungsberaterin der Schweizerischen  Gesellschaft für Ernährung.
Stattdessen wird die Milch mit den Sipahh-Röhrchen vor allem süss – ausserordentlich süss sogar. Dies kommt zwar nicht vom vielen Zucker, denn davon hat es in den Röhrli nicht allzu viel. Süss wird die Milch vor allem durch den künstlichen Süssstoff Sucralose. Und dieser ist bei kritischen Fachleuten seit längerem umstritten.
In ihrer Stellungnahme sagt die Migros, Sucralose sei sicher. Und:
Im aromatisierten Trinkhalm seien zwar keine Vitamine und Mineralstoffe – dafür aber wenig Kalorien und Zucker.   

12. September 2007 | Gabriela Braun


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Süsser Köder im Milchglas
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Lebensmittel
Coop-Kunden sollen nicht mehr erfahren, aus welchem Land Importprodukte kommen. «Hergestellt in der EU» genüge. Was halten Sie davon?
Das Herkunftsland muss weiterhin deklariert werden.
Nur das Herkunftsland reicht nicht. Es sollte noch viel detaillierter deklariert werden.
Kein Problem. Ich achte sowieso nicht drauf.
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