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Zur Vorsorgeuntersuchung bei Schwangeren gehören auch Tests auf sexuell übertragbare Krankheiten. Nicht immer klären Ärzte die Frauen darüber auf.
Das Bundesamt für Gesundheit will HIV-Tests für alle Schwangeren einführen. Dies berichtete der Gesundheitstipp im Juni. Doch was viele Frauen nicht wissen: Bereits heute werden Schwangere auf Krankheiten wie Syphilis, Tripper oder Hepatitis getestet. Damit soll verhindert werden, dass das Kind Schäden davonträgt. Nicht immer informieren die Ärzte die Frauen über diese Tests.
Sandra Aeby, Hebamme in der Gruppenpraxis Paradies in Binningen BL, kritisiert: «In grösseren Spitälern fehlt manchmal die Zeit, um die Frauen über alle Vorsorgeuntersuchungen aufzuklären. Deshalb kommt es vor, dass Ärzte die Frauen auf sexuell übertragbare Krankheiten testen, ohne dass sie diese vorher darüber informiert haben.» Sandra Aeby fordert: «Die Ärzte dürfen nicht über die Frauen bestimmen. Sie müssen sich die nötige Zeit nehmen, um sie über die Tests zu informieren. Denn wenn ein Test eine Syphilis-Infektion zeigt, kann das schwerwiegende psychische Folgen für die betroffenen Frauen haben.»
Für Sibil Tschudin, Oberärztin an der Frauenklinik des Basler Universitätsspitals, ist ganz klar, dass jede schwangere Frau vorgängig über die Tests informiert werden muss: «Unsere Ärztinnen und Ärzte dürfen die Tests nur mit dem Einverständnis der Frauen durchführen.» Die Oberärztin räumt jedoch ein: «Manchmal ist diese Informationspflicht schwierig wahrzunehmen - zum Beispiel dann, wenn wir es mit Ausländerinnen zu tun haben, mit denen wir uns schlecht verständigen können.»
(ag)
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04. Juli 2007
