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Ärger muss nicht zu Kurzschlussreaktionen führen - im Gegenteil: Wer sich ärgert, kann zuweilen klarere Gedanken fassen und rationaler entscheiden. Das haben amerikanische Psychologen der Universität von Kalifornien herausgefunden.
Die Forscher liessen 200 Studenten über ihre Lebenspläne schreiben. Anschliessend ärgerten sie einen Teil der Studienteilnehmer, indem sie deren Aufsätze als uninteressant und langweilig bewerteten. Derart verstimmt, mussten die Probanden zwei Texte ganz unterschiedlicher Qualität beurteilen. Resultat: Die verärgerten Studenten konnten die Texte viel besser unterscheiden als ihre Kommilitonen, die nicht mit Ärger «geimpft» wurden. Die Forscher schränken aber ein: Grosser Ärger könne zu falscher Risikoeinschätzung oder erhöhter Aggressionsbereitschaft führen. Dann haben vernünftige Gedanken keinen Platz mehr.
fis
27. Juni 2007
