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Die Angebote für Zusatzversicherungen sind unübersichtlich. saldo sagt, wie man profitieren kann.
Zusatzversicherungen für bestimmte Altersgruppen gibt es seit längerem - etwa die Jugendversicherung Salto der ÖKK. Jetzt kommen Angebote für jeden Lebensabschnitt auf den Markt.
Krankenpflege: Leistungen genau prüfen
Ab 2008 bietet Atupri eine solche Krankenpflege-Zusatzversicherung an, die spezifische Leistungen auch nach Geschlecht getrennt deckt: So übernimmt die Kasse bei Kindern das Babyschwimmen oder die Korrektur abstehender Ohren. Frauen zwischen 13 und 44 Jahren erhalten Kosten für Verhütung und Mutterschaft vergütet, Männer im gleichen Alter die Behandlung von Übergewicht oder Psychotherapie. Personen über 60 können Kosten für die Pflege daheim abrechnen. Daneben hat Mivita «allgemeine» Leistungen, die jedem Versicherten zustehen, etwa die Kostenübernahme für Medikamente ausserhalb der Grundversicherung, in der Alternativmedizin oder bei Auslandreisen.
Beurteilung: Leistungen genau prüfen! Die Übersicht über gedeckte und ungedeckte Leistungen wird immer schwieriger. Zuerst überlegen, welche Risiken man versichern will. Dann nur das Gewünschte absichern. So vermeidet man auch Doppelversicherungen.
Patientenrechtsschutz: Nicht doppelt versichern
Zunehmend integrieren die Kassen in ihre Krankenpflege-Zusatzversicherungen weitere Leistungen, die gratis sind oder nur wenig mehr kosten. So bieten Helsana und Atupri Zusatzversicherten einen kostenlosen Patientenrechtsschutz. Bei der ÖKK kostet die Familienpolice 12 Franken, bei der Groupe Mutuel 24 Franken pro Person und Jahr.
Beurteilung: Achtung Doppelversicherung! Der Patientenrechtsschutz ist in Privatrechtsschutzversicherungen inbegriffen. Wer eine solche Police hat, kann sich Zusatzausgaben bei der Kasse sparen.
Abdeckung von Reiserisiken: Sinnvoll
Andere Zusatzversicherungen machen den Abschluss von Reiseversicherungen überflüssig, da sie bereits viele Risiken abdecken. Folgende Zusätze versichern unbegrenzt die im Ausland entstehenden Arzt- und Spitalkosten sowie medizinisch nötige Rückführungen: Top (Helsana), Ambulant II (Visana), Krankenpflege-Plus (KPT), Completa-Top (Swica). Die Visana integriert seit 2006 in Ambulant II sogar extra eine Versicherung für Reisegepäck, Annullierungskosten und Kreditkarten.
Beurteilung: Sinnvoll. Die wichtigsten Reiserisiken sind damit abgedeckt. Wer mehr absichern will, ist mit einer Deckung übers ganze Jahr besser bedient als mit einem Abschluss vor jeder Reise.
Hausrat und Privathaftpflicht: Preise vergleichen
Die Helsana offeriert eine Privat- und Verkehrsrechtsschutz-Versicherung für Fr. 117.60 im Jahr pro Person. Visana-Zusatzversicherte können eine Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung mit 10 Prozent Rabatt abschliessen, CSS-Versicherte mit 20 Prozent.
Beurteilung: Vorsicht Doppelversicherung! Wer schon eine Rechtsschutz-, Hausrat- oder Haftpflichtversicherung hat, sollte die Leistungen vergleichen und die günstigere wählen. Ablaufdatum der bisherigen Police beachten.
Flexible Spitalversicherung: Günstigere Prämien
Vielen Versicherten ist die private Spitalversicherung zu teuer, daher haben günstige Alternativmodelle Zulauf. Etwa die flexible Spitalversicherung. Bei dieser muss der Versicherte erst beim Spitaleintritt entscheiden, wo er liegen will, im «privaten» Einzelzimmer, im «halbprivaten» Doppelzimmer oder in der allgemeinen Abteilung. Immer mehr Kassen bieten solche Modelle an. Seit März 2007 etwa die Concordia, ab Januar 2008 folgt die Intras. Bereits im Angebot ist sie bei Atupri, CSS, EGK, Groupe Mutuel, Helsana, ÖKK, Sanitas und Progrès.
Beurteilung: Sinnvolle Prämienersparnis. Die flexible Spitalversicherung bietet erträgliche Prämien. Dafür muss der Versicherte einen Teil der Spitalkosten selber zahlen. Dabei gilt: Je höher der Selbstbehalt, desto tiefer die Prämie. So kostet die Spital Libero von Concordia für einen 31- bis 35-Jährigen 360 Franken im Jahr, dafür muss er 20 Prozent der Kosten der halbprivaten Unterbringung übernehmen, höchstens aber 2000 Franken. Bei der Sanitas zahlt er nur 108 Franken Jahresprämie bei 25 Prozent Selbstbehalt, maximal aber 10 000 Franken.
13. Juni 2007 | Eric Breitinger
