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Artikel | K-Tipp 10/2007

Abonnenten gucken in die Röhre

Technische Probleme seien für den mehrwöchigen Lieferstopp verantwortlich, so die Macher der «Schweizer Fernsehwoche». Wie die Abonnenten entschädigt werden, bleibt offen.

Eine kleine Entschädigung für Ihre Geduld werden wir uns überlegen.» Mit dieser telefonischen Bandansage wendet sich der Verlag an die Kunden der «Schweizer Fernsehwoche». Geduld ist tatsächlich gefragt. Denn die letzte Ausgabe der Wochenzeitschrift erschien Mitte April.
Seither ging nichts mehr - unter anderem wegen technischer Probleme. Dies wurde Anfang Mai per Bandansage mitgeteilt. Und dass die Zeitschrift am 23. Mai wieder erscheine. Eine schriftliche Info an die Abonnenten mochte die Herausgeberin der TV-Zeitschrift, die Printmedien Schweiz AG PMS, nicht versenden. Und die einzige Verwaltungsrätin, Sabine Schreiber, reagierte auch nicht auf eine schriftliche Anfrage des K-Tipp.
Emil Hürlimann aus Rapperswil SG ist sauer und bezeichnet das Vorgehen der «Schweizer Fernsehwoche» als «eine Gaunerei». Wie Hürlimann und viele weitere Abonnenten wartet auch K-Tipp-Leser Bruno Knabenhans aus Zürich seit einem Monat auf die Zeitschrift.

Bereits 2006 in einer «schwierigen Lage»
Schon letztes Jahr wurde Knabenhans’ Geduld auf die Probe gestellt. Nachdem er die Jahresrechnung von 69 Franken bezahlt hatte, wartete er wochenlang vergeblich auf das Blatt. Mit einem Brief, datiert vom 11. Dezember 2006, bat der damalige Verlagsleiter Rüdiger Hahn bei Knabenhans um Verständnis für die schwierige Lage und wünschte ein «frohes Weihnachtsfest».
Im Zeitschriftenmarkt ist Hahn kein Unbekannter. Vor allem als Herausgeber von TV-Programm-Heften und als Sponsor des Fussballclubs Luzern machte er auf sich aufmerksam.
Mit der «Schweizer Fernsehwoche» will Hahn - bis vergangenen Februar einziges PMS-Verwaltungsratsmitglied - nur noch wenig zu tun haben. Dem K-Tipp sagt er: «Das ist kein gutes Geschäft.»
Immerhin liess er auf das Telefonat noch eine schriftliche Erklärung folgen. Was die ausgefallenen Ausgaben betrifft, hat Hahn klare Vorstellungen: «Die Kunden erhalten eine entsprechende Verlängerung des Abos.» Doch punkto Entschädigung bleibt er vage: «Nach meinen Infos möchte man den Kunden eine kleine Entschädigung bzw. ein Geschenk nachreichen.» Der K-Tipp bleibt dran.

23. Mai 2007 | Thomas Heer


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