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saldo hat die Preise von 20 Sonnencremes verglichen. Interessant sind neben den Unterschieden auch die möglichen illegalen Preisbindungen.
Der Vergleich bei zehn Anbietern zeigt: Am günstigsten sind Sonnenschutzprodukte in der Douglas Parfümerie. Der deutsche Konzern stellt Import und Marionnaud, ebenfalls bekannt für günstige Preise, für einmal in den Schatten. Für weniger Sommerlaune sorgen die Preise der Warenhäuser. Doch auch zwischen den Marken sind die Unterschiede gross. So kosten 10 ml Solaire Milch von Garnier nur 85 Rappen. Wer mehr ausgeben will, greift zur Body Emulsion von La Prairie. Hier kosten 10 ml mindestens 10 Franken.
Die Preise in den Läden sind recht unterschiedlich. Drei Marken fallen aber durch fast einheitliche Preise auf: Clinique, Estée Lauder und Nivea. Und überall zum genau gleichen Preis angeboten wird die Sonnencreme von Piz Buin. Sie kostet bei acht Anbietern exakt 37 Franken. Ein Zufall? Patrik Ducrey von der Wettbewerbskommission (Weko) ist kritisch: «Die Tatsache, dass die Piz-Buin-Creme überall zum selben Preis angeboten wird, erweckt den Verdacht, dass eine unzulässige Preisbindung vorliegen könnte.» Das wäre ein Hinweis darauf, dass der Hersteller von den Detaillisten verlangt, sein Produkt zu einem von ihm bestimmten Mindestpreis zu verkaufen.
Auf Anfrage teilten mehrere Anbieter mit, dass sie ihre Preise nur anhand der Einkaufspreise berechnen. Preisempfehlungen seitens der Hersteller dementierten sie. Anders die Dropa-Drogerie: Sie gab an, «empfohlene Richtpreise» zu erhalten. Und Globus bekannte, zumindest im Fall Piz Buin den von der Vertriebsfirma empfohlenen Verkaufspreis übernommen zu haben.
Johnson & Johnson, Vertreiber von Piz Buin in der Schweiz, wollte keine Stellung nehmen. saldo hat der Weko die Tabelle zugestellt. Dort wird über das weitere Vorgehen entschieden.
16. Mai 2007 | Sabine Rindlisbacher