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Trotz Steuervorteilen ist ein 3a-Konto nicht immer die rentabelste Sparform. Das zeigt ein saldo-Vergleich.
Durchschnittsverdiener sollten sich durch Steuervorteile auf bestimmten Anlagen nicht blenden lassen. saldo hat ausgerechnet, welches Kapital ein Arbeitnehmer nach 30 Sparjahren zu erwarten hat: mit den steuerbegünstigten Varianten 3a-Konto und 3a-Fondskonto sowie mit freiem Aktiensparen (siehe Tabelle).
3a-Konto: Nur gerade 3 Prozent Nettorendite
Dem Vergleich zugrunde gelegt wurde eine durchschnittliche Verzinsung von 3a-Guthaben mit 2 Prozent, eine Rendite der 3a-Fonds von 5 Prozent und der Aktien von 8 Prozent. Resultat des Langzeitsparens: Die in der Schweiz verbreitetste Art der freiwilligen Vorsorge rentiert am schlechtesten. Inhaber eines 3a-Kontos erreichen bei einem versteuerten Einkommen von 60 000 Franken eine jährliche Nettorendite von mageren 3 Prozent. Wohlverstanden unter Berücksichtigung der Steuervorteile. Am besten fahren mit einer Rendite von 3,23 Prozent 3a-Sparer mit Wohnsitz in Bern. Trotzdem ist das Nettokapital des Zürchers nach 30 Jahren mit 232 625 Franken um fast 4000 Franken höher als das des Berners. Der Grund: Die Steuerersparnis bei der Einzahlung ist in Zürich geringer als in Bern oder Basel.
Eine Verdoppelung der Rendite gegenüber dem 3a-Konto verspricht das steuerbegünstigte 3a-Fondssparen. Der Aktienanteil in diesem Fonds-Portefeuille darf 50 Prozent nicht übersteigen. Mit 6,06 Prozent am besten rentiert diese Anlage für Berner.
Freies Aktiensparen: Kein Steuerabzug und hohe Renditen
Mit Abstand am gewinnträchtigsten ist das freie Aktiensparen - trotz fehlendem Steuerabzug. Im langfristigen Mittel liegt die Rendite für Aktien bei über 8 Prozent pro Jahr. Kursgewinne sind steuerfrei. Der Fiskus bedient sich nur bei der Dividende. Allerdings: Ganz auf Aktien zu setzen, birgt auch Risiken. Wer sein Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt braucht, etwa sofort bei seiner Pensionierung, könnte gezwungen sein, während einer Baisse zu realisieren. Dann schützen alle langfristig prognostizierten Renditen nicht mehr vor schmerzlichen Verlusten.
Fazit: Wer schon ein 3a-Konto eingerichtet hat, kann zwar nicht mehr frei über sein Geld verfügen. Aber er darf sein gesamtes Guthaben oder einen Teil davon jederzeit in ein steuerbegünstigtes 3a-Fondskonto transferieren.
Nicht zu empfehlen ist das für Arbeitnehmer, die kurz vor dem Rentenalter stehen. Wer hingegen bis zur Pensionierung noch mindestens zehn Jahre warten muss, sollte das freie Aktiensparen erwägen. Grundsätzlich gilt: Je länger der Anlagehorizont, desto grösser darf der Aktienanteil im Portfolio sein.
18. April 2007 | Franco Tonozzi
