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Artikel | K-Tipp 7/2007

Europa-Frage stellt sich an der Fleischtheke

Geflügel-Deklaration: Ungena ue Herkunftsbezeichnung verärgert Konsumenten

Coop verkauft frisches Geflügel im Offenverkauf. Wer wissen will, woher dieses Fleisch stammt, muss danach fragen.

Pro Kopf werden in der Schweiz jedes Jahr 8,3 Kilogramm Geflügel gegessen. Ein grosser Teil davon ist importiert. Viele wollen es darum genau wissen: Kommt das Huhn aus Ungarn, Polen oder Deutschland? Wer jedoch bei Coop Geflügel unverpackt an der Fleischtheke kauft, muss sich explizit erkundigen. Das Fleisch in der Vitrine ist nur mit «Europa» ausgezeichnet.

Susanne Erdös von Coop rechtfertigt sich: «Wer es genau wissen will, erhält vom Metzger jederzeit die gewünschte Auskunft.» Weil das Herkunftsland laufend wechseln könne, verzichte man auf eine exakte Bezeichnung.

Laut Lebensmittelverordnung reicht das. «Kann ein Nahrungsmittel keinem bestimmten Produktionsland zugeordnet werden, so ist der kleinste geografische Raum anzugeben.» Und weiter: Beim Offenverkauf kann auf die schriftliche Angabe verzichtet werden, wenn die mündliche Auskunft gewährleistet ist. Dennoch: Coop arbeite an einer besseren Lösung, heisst es.

Einfacher haben es Migros-Kunden: Dort ist alles Geflügel, ob offen oder abgepackt, klar deklariert. Beide Grossverteiler schöpfen den gesetzlichen Spielraum aber voll aus: Auf Aktionsschildern steht nur «Europa» oder «Import». Erst ein Blick auf die Verpackung verrät, woher das Geflügel stammt.

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11. April 2007


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