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Ein sogenannter «Geldbrief» verkauft ein undurchsichtiges Anlageprodukt namens CH Strategy. K-Geld rät: Hände weg!
Das Anlageprodukt CH Strategy verspricht «steuerfreie Gewinne statt steuerpflichtige Erträge». Und tatsächlich: Wer in CH Strategy investierte, musste im letzten Jahr keine steuerpflichtigen Erträge hinnehmen. Steuerfreie Gewinne machte er freilich auch nicht.
Die undurchsichtige Anlage schloss 2006 bei minus 0,02 Prozent. Das zumindest behauptet Hans-Peter Holbach, der Manager des Anlageproduktes. Nachprüfen lässt sich die Performance nicht.
Tatsache ist: Eine Nullrendite in einem Jahr, in dem die Börsen weltweit um 10, in der Schweiz gar um 15 Prozent zulegten, ist mehr als dürftig.
Vor allem, wenn man bedenkt, dass CH Strategy auch in Aktien und in Aktienindizes investiert. Es handelt sich bei CH Strategy nämlich keineswegs um eine «risikoarme Anlage ohne grössere Kursschwankungen», wie Holbach auf der Website seines «Geldbriefs» behauptet.
Der «Geldbrief», ein dünnes, billig gemachtes Blättchen, ist ein 14-tägiger Börsenbrief. Preis: 400 Franken pro Jahr. Holbach veröffentlicht darin unter anderem die Anteilspreise von CH Strategy.
Auch CH Strategy ist nicht billig: Die Anleger zahlen einen Ausgabeaufschlag von 2 Prozent. Hinzu kommen Verwaltungsgebühren von jährlich 1,2 Prozent und eine Beteiligung am allfälligen Gewinn von 15 Prozent.
«Steuerfreie Gewinne von 10 Prozent und mehr» sollten in Zukunft wieder drin sein, verspricht Holbach. Für seine Verhältnisse ein bescheidenes Versprechen: Sein anderes Anlageprodukt, das «Geldbrief»-Musterdepot, bewirbt er mit «1103,81 Prozent Gewinn in 15 Jahren».
04. April 2007 | Fredy Hämmerli
