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Immer wieder predigen Lauftrainer, dass man auf dem Vorfuss joggen soll. Dies schütze vor Verletzungen.
Doch jetzt zeigt eine Studie: Das nützt nichts.
Es ist beinahe ein Glaubenskrieg: Soll man beim Laufen auf der Ferse landen und abrollen? Oder sollen Jogger nur auf dem Fussballen laufen? Anhänger des Vorfusslaufes warnen vor Schäden wie entzündete Achillessehnen, Kniearthrose und verkürzte Wadenmuskeln. Nur auf dem Vorfuss laufe man natürlich und federnd.
Doch jetzt zeigt die Studie des deutschen Orthopäden Markus Walther: alles Mumpitz. Er hat die Daten von 2000 Läufern analysiert. Rückfussläufer hatten dabei nicht mehr Probleme als Vorfussläufer.
Gesundheitstipp-Arzt und Marathon-Läufer Thomas Walser hält die Vorfusstechnik sogar für «medizinisch bedenklich». Sie könne zu Muskel- und Sehnenproblemen führen. Walser emp?ehlt folgenden Laufstil:
- Der Oberkörper ist etwas nach vorne geneigt. Der vorderste Punkt ist das Brustbein, so wie wenn ein Seil es leicht nach vorne zieht.
- Die Beine hängen so locker aus dem Becken und schwingen wie von selbst.
- Der Fuss landet sanft auf der Ferse und rollt dann von selbst zum Vorfuss ab. Den Fuss lange am Boden lassen, bis er wieder von selbst nach vorne schwingt.
- Den Kopf nicht nach vorne strecken. Er liegt locker auf dem Hals.
- Schultern locker hängen lassen, Becken und Bauch entspannen. Das Becken liegt hinter der Mittellinie.
- Die Hände nicht zur Faust ballen.
- Arme gebeugt halten und zwischendurch auch mal frei pendeln lassen.
(sm)
Weitere Infos:
www.dr-walser.ch/jogging.htm
21. März 2007
