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Artikel | Gesundheits-Tipp 3/2007

Albtraum aus dem Pillenschrank

Albträume haben nicht immer psychische Ursachen. Medikamente wie Betablocker oder Antidepressiva lassen Patienten oft schweissgebadet aus dem Schlaf aufschrecken.

Panische Angst und grässliche Traumbilder - einer von 20 Erwachsenen schreckt davon regelmässig aus dem Schlaf hoch. Die Ursache von Albträumen sind aber nicht immer Ängste, unverarbeitete Probleme oder Stress. Oft stammt der Schrecken der Nacht aus dem Medikamentenschrank. «Gängige Medikamente, zum Beispiel bestimmte Betablocker, können Albträume auslösen», sagt der Fachmann Jürgen Drewe von der Universitätsklinik Basel. Der Grund: Die Wirkstoffe stören die Schlafphasen, in denen man am meisten träumt. Das ist der sogenannte REM-Schlaf.
Bei den Betablockern verursachen zum Beispiel Inderal, Trandate, Trasicor und Beloc Albträume. Aber auch andere Medikamente können schuld sein an den Horrorträumen: zum Beispiel Antidepressiva oder ACE-Hemmer, Benzodiazepine gegen Schlafstörungen oder die Malariamittel Lariam und Mephaquin.

Wer regelmässig Albträume hat und Medikamente schluckt, sollte deshalb in der Packungsbeilage nachschauen, ob Albträume unter den Nebenwirkungen aufgeführt sind. Doch Achtung: Viele Mittel darf man nicht einfach absetzen. Fragen Sie zuerst den Arzt. In vielen Fällen kann er ein anderes Medikament mit weniger Nebenwirkungen verschreiben.

(sm)

Merkblatt Albträume
Gratis zum Herunterladen unter www.gesundheitstipp.ch oder zu bestellen gegen ein frankiertes C5-Antwortcouvert bei: Redaktion Gesundheitstipp, «Albträume», Postfach 277, 8024 Zürich.

21. März 2007


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