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Wer kein Geld hatte für einen Schweizer Zahnarzt, reiste bis vor wenigen Jahren nach Ungarn. Dort ist die Behandlung nicht so teuer wie in der Schweiz. Das ist heute nicht mehr nötig. Seit rund fünf Jahren dürfen Zahnärzte aus der EU in der Schweiz arbeiten. Und das ist gut so. Denn die neuen Zahnärzte sind in der Regel ebenso gut wie ihre Schweizer Kollegen, aber oft günstiger und erst noch kundenfreundlicher. Und diese Konkurrenz ist belebend.
Doch immer häufiger berichten Patientenorganisationen von Betroffenen, die eine miserable Behandlung erhalten haben. Der Grund: Auch unter den neuen Zahnärzten gibt es schwarze Schafe. Sie arbeiten nicht nur schlecht, sie sind oft auch teuer. Um ihre Praxen zu füllen, arbeiten sie Hand in Hand mit fragwürdigen Vermittlern, die ihnen Patienten zuschanzen. Wenn sie den Schaden angerichtet haben, setzen sie sich wieder ins Ausland ab. Der Gesundheitstipp berichtet auf Seite 16 von krassen Fällen. Stossend ist: Die Behörden schützen Patienten nur ungenügend.
Solche Missstände im Gesundheitswesen entlarvt der Gesundheitstipp. Er setzt sich für Patienten ein und beleuchtet kritisch neue Trends in der Medizin. Damit Sie sich Ihre Meinung selber bilden können. Dies kann der Gesundheitstipp tun, weil er unabhängig von der Industrie und nur seinen Lesern verpflichtet ist. Er gibt zudem viele Tipps - im Heft und im Internet -, wie man gesund und fit bleibt. Der beste Tipp für Patienten, die einen Zahnarzt suchen: Lassen Sie sich von Ihren Bekannten einen Zahnarzt empfehlen und achten Sie darauf, dass er Mitglied in einer Zahnarztgesellschaft ist.
21. März 2007 | Tobias Frey, Redaktionsleiter
