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Artikel | K-Tipp 5/2007

Neuer Trick für unnützes Register

Neue Konsumentenfalle nutzt Verwirrung um die neuen Auskunftsdienste aus.

Bis vor kurzem trug das Formular die Bezeichnung «ch-telefon.ch». Der K-Tipp hat es in der Ausgabe 1/07 abgebildet und geschrieben: «Wer jetzt unterschreibt, zahlt überrissene 860 Franken im Jahr - für den Eintrag in ein wertloses Adressenverzeichnis im Internet.»

Absender war die Firma B und P Dienstleistungen von Markus Bortolini und Marc Peter Christoffel.

Nun operieren Bortolini und Christoffel mit einem neuen Formular (siehe oben). Dabei erwecken sie mit dem Titel 8818.ch den Eindruck, es handle sich hier um einen neuen Auskunftsdienst, bei dem es nur darum geht, die Richtigkeit des Eintrags zu bestätigen.

Das Vorgehen ist jedoch immer noch gleich wie bei ch-telefon.ch: Im fettgedruckten Satz «Bitte alle Angaben ... überprüfen und ggf. ergänzen» erwecken die beiden Kundenfänger den Eindruck, der Empfänger habe einen Eintrag gewünscht. Das ist jedoch nie der Fall, das Formular kommt immer ohne Aufforderung ins Haus.


Viel Geld für magere Dienstleistung

Entscheidend ist aber, dass auch beim neuen Formular deutlich von einem «kostenpflichtigen» Eintrag die Rede ist. Wer das übersieht und trotzdem unterschreibt, wird später nicht vorbringen können, er sei nicht auf die Kosten aufmerksam gemacht worden.

Das ist besonders ärgerlich, denn für 860 Franken pro Jahr bieten Bortolini und Christoffel einen Eintrag in ein Internet-Adressenverzeichnis, das diesen Preis niemals rechtfertigt.

Das entsprechende Portal heisst www.findenstatt suchen.ch. «Finden anstelle des Suchens ist unser Credo! Viel Erfolg!» heisst es auf der Internetseite in holprigem Deutsch.

Beispiele für solche «Erfolge»: Wer im Kanton Aargau nach «Rechtsanwalt» sucht, erhält zur Antwort: «Leider wurden keine Treffer zum Thema gefunden.»

Oder: Gemäss diesem Portal gibt es im Kanton Bern keinen Frauenarzt, einen einzigen Optiker, keinen Schuhmacher und nur ein Spital.

(em)

14. März 2007


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