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Antikalkgeräte sind teuer und oft überflüssig. Vor dem Kauf sollte man sich vertraglich absichern.
Fliesst in Hausinstallationen stark kalkhaltiges Wasser, ist laut einschlägigen Prospekten die Katastrophe programmiert: Kalk und Rost zerfressen Rohre und Leitungen, der finanzielle Schaden ist gross. Verhindern sollen diese Probleme sogenannte Kalkschutz- und Wasserenthärtungssysteme.
Die teuren Geräte halten allerdings oft nicht, was sie versprechen. Von einem «Geschäft mit der Angst vor verkalkten Installationen» spricht Robert Haas, Leiter der Technischen Prüfstelle beim Schweizerischen Verein des Gas- und Wasserfaches (SVGW). Die Botschaft der unabhängigen Fachstelle: «Geräte zur Nachbehandlung von Wasser sind häufig unnötig und umweltbelastend.»
Grundsätzlich gibt es zwei Antikalkverfahren, wie Haus & Garten in der neuen Ausgabe zeigt. Chemische Wasserenthärter (Ionenaustauscher) arbeiten zuverlässig, belasten aber die Umwelt und brauchen intensive Wartung. Die Wirksamkeit physikalischer Kalkstopper (zum Beispiel Magnete, die um die Leitung montiert werden) ist bei Fachleuten umstritten. In Untersuchungen liess sich laut SVGW die Wirksamkeit dieser Methode nicht nachweisen.
Vor dem Kauf eines Kalkschutz-Geräts sollte man sich daher vertraglich absichern. «Vereinbaren Sie mit dem Verkäufer eine Testzeit von mindestens zwölf Monaten», rät der Wasser-Fachverband. Auch ein Rückgaberecht sollte im Vertrag enthalten sein.
Eine Nachbehandlung des Trinkwassers kommt laut SVGW erst ab 30 Härtegraden - ziemlich hartes Wasser - in Frage. Für einen Grossteil der Schweizer Bevölkerung lohnt sich die teure Investition in ein Antikalkgerät daher nicht.
Ein Strauss voller Ideen in der Frühlings-Ausgabe
Eine Auswahl weiterer Themen im aktuellen 80-seitigen Magazin Haus & Garten:
- Wohnen: Problemzone Sofa - das wichtigste Möbelstück in der Stube ist oft ein unbequemer Rückenkiller. Ausserdem: Wie sich Eigenheimbesitzer richtig versichern.
- Heimwerken: NeuAnstrich - so verwandeln Sie ein vergilbtes in ein frühlingsfrisches Zimmer. Und: Mit ein paar Tricks bringen Sie ein vollwertiges Bad auch auf kleinstem Raum unter.
- Garten: Wie man hinter Glas ansät, was später im Garten blühen soll. Zudem: Für jeden Garten das richtige Möbel - darauf sollten Sie beim Kauf achten.
Das Heft erhalten Sie für Fr. 6.- am Kiosk oder zuzüglich Porto über Tel. 044 253 90 90. Das Jahres-Abo für Fr. 20.- können Sie mit der Karte auf Seite 28 bestellen oder unter www.hausundgarten.ch.
14. März 2007 | Stefan Christen
