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Artikel | K-Tipp 5/2007

Fünf haben den Dreh raus!

Mit dem richtigen Gerät ist Dosen öffnen ein Kinderspiel. Doch gerade die neuesten und teuersten Modelle haben ihre Tücken.

Zuweilen ganz schön ins Schwitzen kamen die zehn Testpersonen beim Dosenöffner-Praxistest. Die Aufgabe der je fünf Frauen und Männer zwischen 12 und 86 Jahren: mit zwölf verschiedenen Modellen je eine grosse und eine kleine Konservendose öffnen.

Kriterien im K-Tipp-Test waren Handhabung, Kraftaufwand und Schnittfläche (gezackt, gerade?). Noten gabs von 1 (unbrauchbar) bis 6 (sehr gut).

Problemlos verlief der Test bei den Modellen mit Flügelschraube. Durch die Drehbewegung treiben gezackte Räder ein Schneiderad durch den Dosendeckel und trennen ihn durch. Die Noten der Testpersonen wichen bei diesen Öffnern kaum voneinander ab. Die Preise hingegen schon: Das Mivit-Modell «Flügeldosen» kostet rund einen Viertel des Oxo-Geräts (siehe Tabelle).

Bei den Seitenrandschneidern von Zyliss und Mivit wird der Deckel nicht innerhalb, sondern unterhalb des Dosenrands abgetrennt. Beide Geräte verfügen über eine spezielle Mechanik. Während bei Mivit die ungewöhnliche Handhabung auf der Packung beschrieben ist, muss man sich bei Zyliss selbst zurechtfinden. Zwei Testpersonen gelang das nicht, drei weiteren nur mit grosser Mühe. Happige Abzüge bei der Handhabung waren die Folge. Punkto Schnittfläche waren diese Produkte allerdings Spitze.

Der traditionelle Öffner von Sieger - ein spitzer Dorn wird in die Dose gestossen und mit einem Hebel vorwärtsbewegt - konnte nicht überzeugen.

Am Dosenöffner des Schweizer Taschenmessers schieden sich die Geister: Im Umgang mit diesem Utensil Geübte - vor allem Männer - beurteilten es klar positiver als Frauen, die mehrheitlich keine Erfahrung damit hatten. Einig waren sich alle über den unsauberen Schnitt. Der Deckelrand mit seinen scharfen Zacken birgt Verletzungsgefahr - und beim Heraussäbeln können einzelne Metallstücke in den Inhalt fallen. Fazit: Das Sackmesser ist als Dosenöffner nur für unterwegs und im Notfall geeignet.

Total durchgefallen ist das No-Name-Produkt für Fr. 3.50. Weil es klein ist, kommt es bestenfalls für unterwegs in Frage, aber da ist man mit dem Taschenmesser besser bedient.

14. März 2007 | Stephan Dietrich


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