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Zuerst Zyban, jetzt Champix. Doch beide Medikamente nützen nur gegen die Rauchsucht, wenn man auch sein Verhalten ändert.
Eine «neue Superpille namens Champix» sei die Hoffnung für alle, die von der Nikotinsucht loskommen wollen. So schrieb der «Blick» vor einigen Monaten. Jetzt ist Champix in der Schweiz erhältlich. Hersteller Pfizer protzt mit Erfolgszahlen: Nach 12 Wochen seien 44 Prozent Nichtraucher, nach einem Jahr noch 23 Prozent. Das hätten die - von Pfizer finanzierten - Studien gezeigt.
Doch für Christine Gafner, Fachfrau für Tabakprävention aus Bern, ist klar: «Medikamente allein führen langfristig selten zum Erfolg.» Champix könne Raucher allenfalls beim Aufhören unterstützen. Denn das Medikament ruft eine ähnlich befriedigende Wirkung hervor wie das Nikotin. So spürt man weniger Lust auf eine Zigarette. «Das Wichtigste beim Aufhören ist aber, das Verhalten zu ändern», sagt Gafner.
Das hat auch die «Aktion Rauchstopp» des Gesundheitstipp gezeigt. Im vergangenen Jahr begleitete er zehn Raucherinnen und Raucher bei ihrem Entzug. Vor allem erfolgreich waren jene, die neue Angewohnheiten und Strategien gegen die Sucht lernten. Nur so griffen sie auch in kritischen Situationen wie Stress nicht mehr zur Zigarette.
Pfizer bestätigt, dass unterstützende Massnahmen wichtig seien. Bei dem rezeptpflichtigen Medikament könne dies der Arzt machen. «Wir bieten auch ein Begleitprogramm im Internet an», sagt Pressesprecher Jouni Epper. Dieses sei nur für Champix-Patienten zugänglich. Bloss: Es ist frühestens im April online.
(sm)
«Aktion Rauchstopp» ist online
Profitieren Sie von der Leseraktion Rauchstopp vom letzten Jahr: Alle Berichte der Teilnehmer können Sie unter www.gesund heitstipp.ch herunterladen.
21. Februar 2007
