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Investitionen in erneuerbare Energien nehmen stark zu. Für langfristig orientierte Anleger eröffnen sich Chancen.
Fonds mit dem Label Ökologie oder Nachhaltigkeit lassen sich in zwei Kategorien einteilen. Die grössere und ältere investiert in Unternehmen aus fast allen Branchen - mit Ausnahme etwa von Kriegsmaterialherstellern oder Zigarettenfabrikanten.
Diese Fonds investieren aber nur in jene Firmen, die sich innerhalb ihrer Branche durch hohe Nachhaltigkeitsgrundsätze hervortun. Zum Beispiel: ökologisch verträglicher Umgang mit Rohstoffen oder keine Lieferanten, die Kinder beschäftigen.
In solchen Fonds finden sich Unternehmen, die umweltschonender produzieren als ihre Konkurrenz und den Mitarbeitern die faireren Arbeitsbedingungen bieten. Die Fonds investieren also auch in Aktien von Banken, Versicherungen und Chemiefirmen. Sogar Erdölunternehmen wie BP und Royal Dutch hats in gewissen Fonds.
Die zweite, jüngere und kleinere Kategorie der Nachhaltigkeitsfonds legt ausschliesslich in erneuerbare Energien und verwandte Themen an. Es sind in erster Linie Solar-, Wasser- und Windenergie sowie Geothermik und Produkte zur Steigerung der Energieeffizienz.
Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien profitieren von der wachsenden Sorge um den Klimawandel. Forschung und Investitionen nehmen zu, nicht zuletzt dank des Wahlsiegs der Demokraten in den USA.
Erneuerbare Energien: Bald ein Megatrend?
«Die erneuerbaren Energien könnten sich zum Megatrend entwickeln», sagt Sven Lang, Analyst beim VZ Vermögenszentrum. Er warnt aber vor übertriebenen Hoffnungen. «Investitionen in erneuerbare Energien sind eine langfristige Entscheidung.»
Die zehn besten Öko-Fonds rendierten in den letzten drei Jahren zwischen 20 und 32 Prozent pro Jahr (siehe Tabelle). Der Weltaktienindex MSCI World stieg im gleichen Zeitraum um jährlich 12,7 Prozent.
Für die höhere Rendite mussten die Anleger auch grössere Risiken in Kauf nehmen. Vor allem Fonds, die auf erneuerbare Energien setzen, investieren einen Grossteil ihres Geldes in relativ wenige kleinere und mittelgrosse Unternehmen.
Der Aktienkurs solcher Firmen schwankt in der Regel stärker als jener grosser Firmen. Ein Aktienkurssprung eines einzelnen Unternehmens wirkt sich stärker auf den Wert der Fondsanteile aus als bei Fonds mit breitem Portfolio. Zudem sind die Performance-Unterschiede dieser Fonds viel grösser als bei anderen Fondskategorien.
07. Februar 2007 | Philipp Lütscher
