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Laptop-Akkus sind schon nach wenigen Jahren saft- und kraftlos. Doch wenn man einige Pflegetipps beachtet, halten sie länger.
Die meisten Hersteller geben für ihre Akkus gerade mal ein halbes Jahr Garantie. Warum, ist klar: Kaum ein Teil des Laptops ist so schnell abgenutzt wie der Akku. Und ein Ersatz kommt mit 100 bis über 200 Franken teuer zu stehen. Es lohnt sich daher, den Akku möglichst effektiv und schonend einzusetzen. saldo sagt, wie:
1 Akkus raus bei Netzbetrieb
Die meisten Laptops schöpfen ihre Kraft aus Lithium-Ionen-Akkus. Diese lassen sich 300- bis 500-mal aufladen, dann ist Schluss. Daher lohnt es sich, den Akku nur dort einzusetzen, wo man ihn wirklich braucht - nämlich unterwegs. Hängt der Laptop daheim an der Steckdose, sollte man den Akku aus dem Gerät entfernen. Grund: Akkus reagieren empfindlich auf Hitze. Im Inneren des Computers wird es mit über 50 Grad schnell wärmer, als dem Akku gut tut - seine Lebensdauer verkürzt sich. «Ist die Temperatur 10 Grad höher, verdoppelt sich die Geschwindigkeit der chemischen Vorgänge», sagt Rolf Zinniker vom Institut für Elektronik an der ETH Zürich.
2 Für gute Lüftung sorgen
Ist der Akku im Gerät, muss dieses also gut gekühlt sein. Wer den Laptop unterwegs aufstellt, sollte darauf achten, dass die Lüftungsöffnungen freiliegen. Auch sollte man direkte Sonneneinstrahlung vermeiden - sie bekommt weder dem Akku noch dem Laptop.
3 Nicht unnötig aufladen
Wer den Akku immer wieder auflädt, obwohl er nur wenig entladen ist, verringert ebenfalls dessen Lebenszeit. Zwar wird er beim kurzen Aufladen weniger beansprucht als durch einen vollen Ladevorgang, doch hinterlässt dies trotzdem Spuren: «Bereiche, die immer wieder aufgeladen werden, sind stärker verbraucht als andere Bereiche des Akkus», sagt Jens Tübke, Experte beim Fraunhofer-Institut für Chemische Technologien in Pfinztal bei Karlsruhe. Wenn man den Akku also nicht dringend randvoll braucht, sollte man mit dem Laden noch zuwarten.
4 Bei der richtigen Temperatur lagern
Steht der Laptop als PC-Ersatz auf dem Schreibtisch, braucht es den Akku nicht. Dann muss man ihn aber richtig aufbewahren. Denn die Batterie altert auch, wenn sie nicht gebraucht wird. Aber: Sie altert langsamer, je kühler man sie lagert. Ideal ist eine Temperatur zwischen 15 und 18 Grad. Doch keinesfalls darf der Akku ins Gefrierfach. Temperaturen unter 0 Grad schaden dem Lithium-Ionen-Akku.
Ein Akku entlädt sich von selbst - im Monat verliert er 3 bis 10 Prozent seiner Leistung. Ist er zu stark entladen, kann er unbrauchbar werden. Daher sollte man ihn mindestens halb voll lagern und von Zeit zu Zeit ans Stromnetz hängen. Jens Tübke rät, einen gelagerten Akku mindestens jedes Vierteljahr zu laden.
5 Leistung herunterschrauben
Um den Akku weniger stark zu beanspruchen, sollte man den Laptop zum Stromsparen erziehen: Allein die kabellosen Funkverbindungen W-Lan oder Bluetooth verschwenden sehr viel Energie. Wenn man diese Dienste nicht braucht, sollte man sie deshalb unbedingt abschalten.
Bei Windows lässt sich unter «Start/Einstellungen/ Systemsteuerung/Energieoptionen» einstellen, wie sparsam der Laptop mit der Energie umgehen soll: Je nach Wahl schaltet der Rechner den Bildschirm und die Festplatte früher oder später ab, wenn man ihn eine Weile nicht braucht. Akkuschonende Einstellungen sind «Tragbar/Laptop» oder «Minimaler Energieverbrauch». Den geringsten Stromverbrauch erreicht man aber mit «Minimale Batteriebelastung».
6 Den richtigen Laptop kaufen
Wer grossen Wert auf eine lange Akku-Leistung seines Laptops legt, sollte bereits beim Kauf aufpassen: Rechner mit grossem Bildschirm, hoher Grafikleistung und schnellem Prozessor sind Stromfresser. Wer in erster Linie mit Office-Programmen arbeitet, fährt daher mit einem kleineren Modell besser.
Immer häufiger finden sich in den Verkaufsläden Geräte mit besonders sparsamen Prozessoren: Es lohnt sich deshalb, den Händler darauf hinzuweisen, dass man einen Strom sparenden Laptop sucht.
07. Februar 2007 | Marc Mair-Noack
