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saldo hat die Preise von 18 Damenparfüms verglichen - und Unterschiede von bis zu 40 Franken festgestellt.
Je nach Anbieter müssen Männer für ihr Eau de Toilette fast doppelt so tief in die Tasche greifen - dies zeigte der Preisvergleich von 18 Herrendüften in der letzten saldo-Ausgabe. Doch nicht nur männliche Kunden werden in einigen Geschäften kräftig zur Kasse gebeten. Auch die Damen bezahlen in manchen Kaufhäusern sündhaft hohe Preise.
Beispiel: Das klassische Eau de Toilette von Gabriela Sabatini kostet bei Carrefour Fr. 29.50, Jelmoli hingegen verlangt für das gleiche Produkt 59 Franken - also fast das Doppelte. Für das bekannte Parfüm Angel von Thierry Mugler in der sternförmigen Flasche müssen Loeb-Kundinnen rund 105 Franken hinblättern. Weitaus billiger ist das Duftwasser in der Import Parfümerie zu haben: Hier kostet es knapp 73 Franken. Noch günstiger ist Angel bei Carrefour mit 69 Franken.
Import Parfümerie bietet 5 der 18 Düfte am günstigsten an
Wie bereits bei den Herrendüften schneidet Carrefour auch im Vergleich der Damenparfüms am besten ab. Zwar weist die französische Warenhauskette in der saldo-Tabelle Lücken auf. Doch bei den angebotenen Damendüften liegt Carrefour durchschnittlich rund 28 Franken unter dem Höchstpreis. Auch die Import Parfümerie schneidet erneut gut ab: Gleich fünfmal punktet das Unternehmen mit den niedrigsten Preisen. Weniger zu überzeugen als beim letzten Vergleich vermag dagegen Douglas. Nur die beiden Düfte von Lancôme und Davidoff werden hier am preiswertesten angeboten.
Immer noch günstig, aber nicht billig ist Marionnaud. Gegen die teuerste Konkurrenz kann sich der französische Parfümeriekonzern mit durchschnittlich immerhin 12 Franken günstigeren Produkten behaupten. Globus, sonst bekannt als Warenhaus mit luxuriösen Artikeln zu ebenso luxuriösen Preisen, wird seinem Ruf für einmal nicht gerecht: Nur Cliniques Klassiker Aromatics Elixir wird hier genauso teuer verkauft wie bei Jelmoli und Loeb.
Während Manor im letzten Vergleich bei sechs Herrendüften seine Konkurrenten ausstechen konnte, gelingt ihm dies bei den Damenparfüms nur gerade noch zweimal - trotz zahlreicher Dauertiefpreise und Aktionen.
Wiederum an der Spitze der teuersten Anbieter liegen Loeb und Jelmoli. Während das Kaufhaus an der Zürcher Bahnhofstrasse bei den Herrendüften noch durchschnittlich 17 Franken teurer war als der günstigste Anbieter, müssen die Damen rund 23 Franken mehr für ihren Duft auf die Theke legen. Gleich ergeht es Loeb-Kundinnen: Im traditionellen Berner Warenhaus kosten die verglichenen Damendüfte im Schnitt ebenfalls 23 Franken mehr.
Alle Anbieter mit jährlich steigenden Umsatzzahlen
Ob die Geschäfte ihre Parfüms nun zu Niedrig- oder Höchstpreisen verkaufen, grosse Umsätze wollen sie alle vorweisen. Auf Anfrage von saldo teilt jeder der acht Anbieter mit, dass seine Umsatzzahlen in diesem Bereich jährlich steigen. Carrefour mit seinem eher kleinen Parfümsortiment erwirtschaftet nach eigenen Angaben gegen 1,5 Millionen Franken im Jahr. Dagegen sollen bei der Import Parfümerie mit 93 Schweizer Filialen über 100 Millionen Franken pro Jahr in die Kasse fliessen.
Den grössten Gewinn machen die Geschäfte noch immer mit Damenparfüms: Gut zwei von drei verkauften Düften gelangen in Frauenhände. Hier heben sich einige Marken als klare Favoriten ab. saldo hat bei den acht Anbietern nachgefragt, welche Düfte von den Kundinnen und Kunden bevorzugt werden. Ein Vergleich der Antworten zeigt: Beliebt sind Chanel und Dior, ganz oben in der Hitparade stehen das Eau de Toilette Light Blue von Dolce & Gabbana sowie Armanis Parfüm Code Donna.
Armani-Düfte: Bei Frauen und Männern am beliebtesten
Armani ist mit seinem Aqua di Giò auch Spitzenreiter bei den Herrendüften. Hugo Boss wird nach Angaben der Geschäfte ebenfalls überall sehr gut verkauft, vor allem die beiden Eau de Toilettes Bottled und Boss. Besonders häufig erwähnt wurde der französische Star-Designer Jean Paul Gaultier. Le Male, eingefasst in einen gläsernen Männerkörper, soll sowohl bei Jelmoli, Loeb, Manor als auch bei Marionnaud ein Renner sein.
07. Februar 2007 | Sabine Rindlisbacher
