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Artikel | saldo 1/2007

Durchblick im Nummern-Wirrwarr

Zusatzstoffe in Lebensmitteln werden mit E-Nummern deklariert. saldo sagt, bei welchen Substanzen besondere Vorsicht geboten ist.

Die moderne Lebensmittelindustrie wäre mit ihrem Küchenlatein schnell am Ende, stünde ihr nicht eine ungeheure Menge von Zusatz- und Hilfsstoffen zur Verfügung - von Emulgatoren über Süssstoffe bis zu Farbstoffen, Konservierungsmitteln und Antioxidantien. Auf verpackten Lebensmitteln müssen diese Zusatzstoffe angegeben werden. Gekennzeichnet werden sie durch eine E-Nummer. Das ist die EU-weit gültige Bezeichnung. Das E steht für Europa oder auch für essbar (edible).

Weil die E-Nummern bei den Konsumenten inzwischen ein schlechtes Image haben, ist oft nur der Name aufgelistet. Also Sorbinsäure anstatt E 200 oder Zitronensäure statt E 330. Hier den Überblick zu wahren, ist nicht einfach. Zudem: Neben vielen problematischen Zusatzstoffen gibt es auch unbedenkliche Substanzen.


Auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft

Ein neuer «Gesundheitstipp»-Ratgeber schafft Klarheit im Nummern-Wirrwarr und gibt ausführlich Auskunft zu den Risiken der Zusatzstoffe. Er listet sämtliche E-Nummern auf, sagt, in welchen Lebensmitteln sie verwendet werden, und gibt Hinweise auf mögliche Reaktionen im Körper - alles auf dem neusten Stand der Forschung.

saldo hat für seine Leserinnen und Leser aus dieser umfassenden Liste jene Zusatzstoffe zusammengestellt, bei denen besondere Vorsicht geboten ist (siehe Tabelle).

Es gibt insgesamt rund 300 Einzelsubstanzen mit E-Nummern. Die einzelnen Zusatzstoffe sind jeweils für die überwiegende Mehrheit der Konsumenten unbedenklich. Trotzdem reagieren immer mehr Menschen mit gesundheitlichen Störungen auf einen Stoff oder eine Kombination von Zusatzstoffen. Die häufigsten Auslöser gehören zur Gruppe der Farbstoffe, der Konservierungsmittel und der Antioxidantien. Betroffen sind vor allem Allergiker, Asthmatiker, Migräneanfällige und Menschen mit Stoffwechselkrankheiten.

Eine englische Studie zeigt zudem: Nimmt man verschiedene Lebensmittelzusatzstoffe gleichzeitig zu sich, kann dies das Risiko für Schäden im Gehirn drastisch erhöhen. Besonders bei Kindern. Diese lieben bunte Süssigkeiten, Getränke und Snacks. Genau in diesen Lebensmitteln finden sich aber häufig zahlreiche Zusatzstoffe. Aber auch Hyperaktivität oder Konzentrationsstörungen bei Kindern sind nach Ansicht von Forschern auf Zusatzstoffe in Lebensmitteln zurückzuführen.


Zusatzstoffe: Nicht in allen Ländern zugelassen

Zu den wichtigsten Hilfsmitteln der Nahrungsmittelindustrie gehören die Farbstoffe Brillantblau (E 133) und Chinolingelb (E 104) sowie der Geschmacksverstärker Glutamat (E 621) und der Süssstoff Aspartam (E 951). In der Schweiz sind alle diese Stoffe zugelassen, während zum Beispiel E 104 in Australien und in den USA und E 133 in Teilen der EU in Nahrungsmitteln verboten sind.



Essen und trinken: Tipps für eine gesunde Ernährung

Richtig einkaufen, aufbewahren und zubereiten. Mit allen E-Nummern auf einen Blick. Die Bestellkarte befindet sich auf Seite 24.

24. Januar 2007


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