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Artikel | K-Tipp 19/2006

Scientology täuscht Vermieter

Hinter der «Bürgerkommission für Menschenrechte», die sich in Basel, Zürich und Bern präsentierte, steht die Psychosekte Scientology.

Der Prospekt zeigt ein Folterbett inmitten von Blitzen - dazu heisst es: «Psychiatrie, Hilfe oder Tod?» Mit einer «Dokumentar-Ausstellung» will die «Bürgerkommission für Menschenrechte», die auch als «CCHR, Citizens Commission on Human Rights» auftritt, angebliche Missbräuche in der Psychiatrie anprangern.

Mit grossformatigen Illustrationen, Furcht einflössenden Bildern und «Filmdokumentationen» stellt CCHR Ärzte pauschal als Sadisten und Mörder dar: «Gewalt und Tod durch Psychopillen», heisst es in grossen Lettern. Oder: «Elektroschocks durch Psychochirurgie.»

Hinter CCHR steht die Psychosekte Scientology, die sich selber Kirche nennt. Scientology habe die «Bürgerkommission» mitgegründet, steht auf der CCHR-Homepage. Der renommierte deutsche Scientology-Kritiker Ingo Heinemann sagt es deutlicher: Die «Bürgerkommission» diene Scientology als «Tarnorganisation». Ihr Ziel sei es, die Psychiatrie abzuschaffen und in Scientology selbst eine Alternative zu bieten.

«Diese Vorwürfe entbehren jeglicher Realität», behauptet CCHR-Präsident Felix Altorfer. «Wir bieten niemandem Kurse an.»

Die fragwürdige Ausstellung wurde in Basel, Zürich und Bern gezeigt. In Zürich konnten die Organisatoren das Foyer der Maag-Eventhalle mieten. Wäre der Zusammenhang mit Scientology klar gewesen, «hätten wir eine Vermietung abgelehnt», sagt Geschäftsführer Starko Sohlfrank.

(ohs)

15. November 2006


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