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In nur 39 Minuten mit der Bahn vom nebligen Zürich auf die Rigi an die Sonne - rekordverdächtig, aber leider völlig unmöglich.
Doris Siev aus Zürich bezeichnet sich und ihre Familie als Rigi-Fans. Deshalb ist ihr das Inserat «Rigi hell - sensationell», das in verschiedenen Tageszeitungen erschienen ist, besonders ins Auge gestochen. Darin preisen die Rigi-Bahnen und die SBB-Tochter Rail-away «über dem Nebel 100 km Wanderwege, gedeckte Grillplätze sowie 15 Restaurants mit Sonnenterrasse» an.
Zudem heisst es im Inserat: «Nur 39 Min. ab Zürich HB». Das sei «ja schon etwas untertrieben», schrieb Doris Siev dem K-Tipp.
In der Tat - der SBB-Fahrplan bringt es an den Tag: Wer den Zug im Zürcher Hauptbahnhof zum Beispiel um 11.09 Uhr besteigt, erreicht Arth-Goldau am Fuss der Rigi um 11.48 Uhr. Die Fahrt via Zug dauert somit exakt 39 Minuten. Nur: Damit ist man noch längst nicht an der Sonne auf 1800 Metern - Ankunft auf Rigi-Kulm ist nämlich erst um 12.47 Uhr, also nochmals 59 Minuten später. Demnach muss man für die Reise über den Nebel total 98 Minuten veranschlagen.
Bruno Sturzenegger, Betriebsleiter der Rigi-Bahnen, gibt zu, dass «die Werbung in der Tat so nicht ganz lupenrein ist». Man habe den Rigi-Guide mit der Ergänzung «Zeit bis zur Talstation» bereits korrigiert.
(arb)
01. November 2006
