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Online-Shopping boomt: Vor allem vor Weihnachten loggen sich Jahr für Jahr mehr Kundinnen und Kunden ein. Der Einkauf im Internet ist aber nicht immer erste Wahl.
Einkaufen im Internet kann ganz schön beschwerlich sein. Dann nämlich, wenn die Suchmaschinen zwar das gesuchte Produkt zu günstigen Preisen ?nden, sich die Treffer aber als wertlos erweisen. Jedenfalls für Schweizer Kunden und Kundinnen.
Beispiel Spielzeug: K-Geld suchte nach einer günstigen Möglichkeit, von Lego die Duplo-Eisenbahn Deluxe-Train-Set zu kaufen. Im Berner Warenhaus Loeb kostet das Zug-Set 159 Franken. Im Internet fanden sich ohne weiteres günstigere Angebote:
- www.mondopuzzle.com in Italien verkauft den Baukasten sehr günstig. Nämlich für Fr. 115.90 plus Versandkosten. Und zwar praktisch in die ganze Welt. Aber nicht in die Schweiz. Damit ist Mondopuzzle. com nicht allein. Selbst Amazon.de liefert Lego-Spielsachen nicht in die Schweiz.
- www.le-lutin-rouge.com aus Frankreich schickt die Ware in die Schweiz. Der Versandhändler zieht sogar die französische Mehrwertsteuer ab. Doch für den Versand verlangt er Fr. 37.20. Damit ist der ganze Preisvorteil dahin.
- www.mytoys.de zieht die deutsche Mehrwertsteuer nicht ab und verlangt für den Versand Fr. 9.45. Damit hat Mytoys.de das günstigste Angebot, das K-Geld bei einem ausländischen Online-Händler gefunden hat. Doch es liegt mehr als 15 Franken über dem Schweizer Fachhandelspreis.
Manchmal ist Amazon auch am teuersten
Denn mit dem Grundpreis ist es nicht getan. Wer das Zug-Set in Deutschland bestellt, zahlt noch Schweizer Mehrwertsteuer plus die Postvorweisungstaxe für den Aufwand der Post (siehe Tabelle). Wird die Ware per Kurierdienst verschickt, kann es noch teurer werden.
- Die ganze Internet-Sucherei hätte sich der Käufer sparen können. Denn am günstigsten gibts das Duplo-Zug-Set ohnehin in der Schweiz: Zum Beispiel in der Migros für 118 Franken.
Doch manchmal lohnt sich der Blick ins Internet. In gewissen Branchen sind die Anbieter nämlich so bekannt und so günstig, dass der Käufer nicht lange suchen muss.
Beispiel Bücher: K-Geld bestellte bei Amazon.de den neuen Rechtschreibe-Duden. Amazon.de verlangt dafür Fr. 31.80 und zieht davon die deutsche Mehrwertsteuer ab. Netto macht das Fr. 29.70. Der Versand von Büchern ist bei Amazon.de immer gratis. Einsparung gegenüber dem Einkauf in einer Schweizer Buchhandlung: Fr. 5.40.
Doch auch Amazon.de ist nicht immer am günstigsten. Der K-Tipp hat jüngst die Preise von 16 Computer-Lernspielen bei zehn Anbietern verglichen. Resultat: Amazon.de war zwar in elf Fällen tatsächlich am günstigsten, in einem Fall aber am teuersten.
Schweizer Online-Händler haben häu?g ebenfalls attraktive Angebote. Die Schweizer Mehrwertsteuer ist schon eingerechnet und die Versandkosten halten sich auch im Rahmen.
Beispiel Velozubehör: www.bikeimport.ch bietet die gesuchten Velopedalen für 64 Franken an. Der Preis liegt damit mehr als 10 Franken über demjenigen von www.rose.de. Doch beim deutschen Online-Händler kommen gut 13 Franken hinzu: für Versand, Schweizer Mehrwertsteuer und Verzollungsaufwand. Am Schluss ist die Preisdifferenz praktisch gleich null.
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25. Oktober 2006 | Marco Diener
