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Auf dem «Gesundheitsschiff» mischt neben der privaten Gesundheitsbranche auch das Kantonsspital Aarau mit.
Anfang Oktober sticht das «Gesundheitsschiff» der Ringier-Zeitschrift «Gesundheit Sprechstunde» und der gleichnamigen TV-Sendung von Samuel Stutz wieder in See.
Mit dabei: «Die besten Ärzte der Schweiz» (Eigenwerbung), Walter Roderer (Unterhaltungsprogramm) und gut 400 Gesundheitswillige (Preis pro Person: 2800 bis 6000 Franken).
Unterstützt wird der Anlass von Firmen wie Novartis, Pfizer, Hirslandenklinik oder Sanofi Aventis. Sie alle wollen auf hoher See Kundschaft anwerben. Mitten unter den Logos dieser privaten Firmen taucht auch das Kantonsspital Aarau auf - als einziges öffentlichrechtliches Unternehmen.
Bei andern Kantonsspitälern hat man wenig Verständnis für dieses Engagement: «Unser Leistungsauftrag lautet, die medizinische Versorgung der Kantonseinwohner zu garantieren», sagt Monika Hug von der Solothurner Spitäler AG. Und Andreas Bitterlin vom Unispital Basel meint: «Wir könnten uns eine Teilnahme vorstellen, wenn der Standard der Beratung auf dem Schiff dem unseres Spitals entspricht.»
Helen Winkler vom Kantonsspital Aarau sieht das anders: «Unsere Präsenz erhöht den Bekanntheitsgrad des Spitals und seiner Ärzte.» Das Kantonsspital bezahle in keiner Form einen Beitrag, um auf dem Schiff in Erscheinung treten zu dürfen.
sch
27. September 2006
