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Artikel | K-Tipp 15/2006

Gefährliche Produkte

Verkaufsstopp, Rückruf, Importverbot: Der K-Tipp publiziert eine Auswahl fehlerhafter Ware aus den aktuellen Rückruflisten.

- US-Langkornreis: In Import-Reis aus den USA sind Spuren einer gentechnisch veränderten Sorte (LL 601) gefunden worden. Die Grossverteiler Migros und Coop und der Discounter Aldi haben sämtliche US-Reissorten aus dem Verkauf gezogen. Unklar ist, ob mit Gentechsorten durchsetzter Reis bereits im Umlauf ist. US-Reis kann an die Verkaufsstellen zurückgebracht werden, der Kaufpreis wird zurückerstattet. Als Alternative empfehlen die Grossverteiler Max-Havelaar-Langkornreis aus Thailand.

- Canon: Wegen fehlerhafter Verkabelung können Canon-Kopierer überhitzen und Feuer fangen. Betroffen sind elf Modelle, die zwischen 1987 und 1997 verkauft wurden. In Europa sind 690 000 Geräte potenziell feuergefährdet, weltweit 1,87 Millionen. Allerdings geht der Hersteller davon aus, dass die meisten Geräte nicht mehr im Gebrauch sind.

- Mercedes: Der Autohersteller ruft weltweit rund 37 000 Vito- und Viano-Modelle wegen eines Softwarefehlers im Airbag-Steuergerät zurück. Es handelt sich um Modelle aus dem Produktionszeitraum September 2005 bis Februar 2006. Die Software muss aktualisiert werden, da sich das Unfallsignal bei einem Heckaufprall nicht verwerten lässt. Dies führt dazu, dass sich die Türen nicht entriegeln und die automatische Aktivierung der Warnblinkanlage nicht funktioniert.

- Schmuck: Für Arm- und Halsketten werden häufig Paternoster-Erbsen verarbeitet. Die roten Erbsen mit einem schwarzen Fleck enthalten den hochgiftigen Stoff Abrin. Besonders gefährdet sind Kinder. Das Bundesamt für Gesundheit warnt davor, die Erbsen in den Mund zu nehmen. Bereits einzelne verschluckte Erbsen können zu schweren Vergiftungen führen.

- Rückrufliste der EU: Eine wöchentlich aktualisierte Rückrufliste (in englischer Sprache) findet man unter http://ec.europa.eu/consumers/dyna/rapex/ rapex_en.cfm.

- Schweizer Empfehlungen: Das Eidgenössische Büro für Konsumentenfragen warnt unter www. konsum.admin.ch/konsumsicherheit/alert.

(ava)

20. September 2006


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