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Zehntausende Haushalte erhalten zurzeit von der Post Sendungen mit Werbeprospekten. Wer diese nicht will, muss aktiv werden.
Nach den Sonntagszeitungen mit ihren Reklamebeilagen und den Gratisanzeigern trägt jetzt auch noch die Post zur Vergrösserung der Werbeflut bei: Mehrere zehntausend Haushalte in der Nordwestschweiz erhielten kürzlich einen persönlich adressierten Stapel Prospekte, der in durchsichtige Plastikfolie eingeschweisst war. Die Palette reichte vom Katalog des Cornelia-Versands über die neuste Interdiscount-Reklame bis zum Caotina-Muster.
Versand soll viermal jährlich ins Haus flattern
«Mit Shopping Aktuell dürfen wir Sie ab sofort viermal jährlich über aktuelle Angebote und neue Produkte informieren», beschönigte die Post den aufdringlichen Werbeversand im Begleitschreiben. Die letzte Skepsis versuchte das Unternehmen den Angeschriebenen mit der Behauptung zu nehmen, durch «die gezielte Auswahl der Partner» stapelten sich «keine grossen Mengen an Papier» bei den Empfängern.
Kunden werden mit Wettbewerben versöhnlich gestimmt
Wer die Werbeprospekte nicht mehr erhalten möchte, muss selbst aktiv werden - indem er die beigelegte Antwortkarte entsprechen d ausgefüllt an die Post zurückschickt. Das Unternehmen hat sich allerdings ein Zückerchen ausgedacht, um die Empfänger davon abzuhalten: Das Werbepaket enthält jedes Mal «knifflige Wettbewerbe und attraktive Preise».
Trotzdem scheint die Post nicht davon auszugehen, dass ihre Aktion auf allgemeinen Anklang stösst. Denn vorerst verschickt sie die Werbesendungen nur an ausgewählte Haushalte in den Kantonen Basel-Stadt, Baselland, Solothurn und Aargau - um «zu schauen, wie Shopping Aktuell ankommt», sagt Post-Mediensprecher Oliver Flüeler. Ob die Werbepakete irgendwann schweizweit verschickt werden, will die Post gemäss Flüeler nach der Auswertung des Versuchs und der Reaktionen aus dem Testgebiet entscheiden.
13. September 2006 | Claudine Gaibrois
