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Artikel | K-Geld 4/2006

Software: So sparen Sie viel Geld beim Kauf

Die Software Microsoft Office und das Betriebssystem Windows kosten viel Geld. Aber es geht auch günstiger - mit legalen Sonderversionen. Einige davon gibts für einen Drittel des Listenpreises.

Dem Software-Giganten Microsoft liegt viel daran, dass seine Programme auf neuen Computern installiert sind. So möchte er verhindern, dass der PC-Käufer Programme der Konkurrenz erwirbt. Microsoft verkauft sein Betriebssystem Windows und die Bürosoftware Office den Computer-Herstellern und -Händlern deshalb zu einem Bruchteil des Einzelhandelspreises.

Diese speziellen Software-Versionen heissen OEM (Original Equipment Manufacturer). Seit einigen Jahren sind sie auch frei erhältlich.


Kein Support bei Installationsproblemen

OEM-Versionen sind identisch mit den Einzelhandelsprodukten. Nur der Installations-Support durch Microsoft fällt weg und die Verpackungen sind anders.

Dafür ist die Kostenersparnis happig: Office 2003 Standard Edition (Word, Excel, Powerpoint und Outlook) kostet etwa bei Ex Libris 799 Franken. Die OEM-Variante Basic Edition OSB gibt es bei Internethändlern ab rund 250 Franken - allerdings ohne Powerpoint (siehe Tabelle).

Wer Powerpoint braucht, sollte sich für Office 2003 Small Business DSP entscheiden. Die ab 320 Franken erhältliche Software bietet sogar mehr als die teure Standard-Edition - nämlich Publisher, das Gestaltungsprogramm für Drucksachen. Die Kürzel OSB und DSP stehen wie OEM für vergünstigte Software-Varianten.


Media Markt: Schluss mit OEM-Software

OEM-Versionen von Windows XP und Microsoft Office sind vereinzelt im Fachhandel zu finden. Grosse Händler wie Ex Libris, Media Markt und Manor vertreiben jedoch keine OEM-Software. Zumindest Media Markt hat seine Strategie damit geändert. Der Discounter führte bis vor kurzem OEM-Versionen von Windows und Microsoft Office.

Viele OEM-Anbieter finden sich im Internet. Einige verkaufen die OEM-Version nur zusammen mit Hardware, um sich keine Schwierigkeiten mit Microsoft einzuhandeln. Meist gehört dann eine billige Festplatte für unter 100 Franken als Hardware dazu. Für das Gesamtpaket zahlt man trotzdem weniger als fürs übliche Ladenpaket.

Noch günstiger sind Windows und Office für Schüler, Studenten und Lehrer. Familien, in deren Haushalt ein Auszubildender oder Lehrer lebt, können die Studentenversion kaufen und auf bis zu drei Rechnern installieren. Die Software darf auch nach Ausbildungsende genutzt werden. Ausgeschlossen ist aber der kommerzielle Einsatz in einer Firma. Die Studentenversion von Office gibt es ab 210 Franken. Wer ein älteres Office-Paket besitzt, kann eine günstige Update-Version kaufen. So kann es sich lohnen, ein älteres Office als Occasion und dann die Update-Version neu zu erwerben. Gebrauchte Software gibt es beispielsweise bei www.2ndsoft.ch und in Auktionen (www.ricardo.ch, www.ebay.ch).

Bei den Betriebssystemen sieht es preismässig ähnlich aus. Die Einzelhandelsversion von Windows XP Home kostet rund 300 Franken, die OEM-Version gibts ab 120 Franken.


Ältere Versionen gibts fast geschenkt

Eine kostenlose Alternative zu Windows und Office sind Linux und Open Office (http://de.openoffice. org). Letzteres ist auch für Windows und MacOS erhältlich und verwendet das gleiche Datenformat wie Microsoft Office. Dokumente können also problemlos ausgetauscht werden.

Mehrere hundert Franken spart, wer auf die neuste Version verzichtet: Die Software-Hersteller verkaufen ihre alten Versionen zum Schnäppchenpreis oder packen sie kostenlos auf Zeitschriften-CDs.

Bekannter Anbieter für Schnäppchen-Software ist Pearl (www.pearl.ch). Dort gibt es etwa das Grafikprogramm Corel Draw 11 für 64 Franken, die neuste Version X3 kostet über 700 Franken. Das Upgrade einer alten Corel-Version zu X3 ist für rund 400 Franken erhältlich.
Unter www.vollversion.de sind in der Rubrik «Heft CD-ROMS» Software-Pakete aufgelistet, die in aktuellen Computer-Zeitschriften zu finden sind.

Vorsicht bei extrem billiger Software aus dem Web gegen Vorauszahlung oder Kreditkartenbelastung: Hier läuft man Gefahr, nichts, eine Demo-Version oder eine illegale Kopie zu erhalten.



Wo Sie günstige Software finden

OEM-Versionen rechnen sich vor allem beim Betriebssystem Windows und bei der Bürosoftware Microsoft Office. Sie sind vereinzelt bei Grossverteilern und Discountern erhältlich (siehe Tabelle), vor allem aber bei Internethändlern, die man wie folgt findet:
1. Surfen Sie auf eine Preissuchmaschine wie toppreise.ch oder preis suchmaschine.ch.
2. Geben Sie im Suchfeld die exakte Bezeichnung der gewünschten Software ein - inkl. Kürzel OEM, OSB respektive DSP (siehe Tabelle). Die Preissuchmaschine listet dann Internetshops mit Preisangabe für das gesuchte Produkt auf.
3. Surfen Sie auf den gewünschten Shop, lesen Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die Hinweise über Versandspesen und Lieferfrist und bestellen Sie bei Interesse online.

30. August 2006 | Kurt Haupt


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