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Die beiden empfohlenen Schultheks kosten genau gleich viel. Gibt es Preisabsprachen?
Ausgerechnet die beiden Schulsack-Modelle der zwei Schweizer Hauptkonkurrenten, die auch von der Beratungsstelle für Unfallverhütung empfohlen werden, kosten auf den Franken genau gleich viel: 159 Franken (Preisempfehlung). Sowohl der Schulthek «Bigbox» (Oskar Debrunner AG) als auch «Funki» (Funke AG) sind vor allem in Papeterien erhältlich.
Zufall? Sowohl Thomas Debrunner, Geschäftsführer der gleichnamigen Weinfelder Schulthek-Traditions?rma, als auch Daniel Gugelmann von Funke verneinen kategorisch, dass es zwischen den zwei Firmen Preisabsprachen gegeben hat.
Debrunner sagt jedoch: «Funke übernimmt in der Regel unsere Preise.» Und Gugelmann von Funke betont: «Zwischen der Firma Debrunner und Funke gab es in den letzten Jahren keine Kontakte.»
Thomas Debrunner begründet den stolzen Preis mit den hohen Herstellungskosten: Im Gegensatz zu allen anderen Herstellern produziere Debrunner weder in Fernost noch in Osteuropa: «Alle unsere Schultornister werden zu 100 Prozent in Weinfelden produziert.» Funke, dessen Schulsäcke im Billiglohnland Tschechien produziert werden, liefert keine Begründung für die Höhe des Preises.
Einfache Tornister sind in Warenhäusern bereits ab 30 Franken erhältlich. Die günstigen Modelle sind jedoch meist auch bescheidener ausgestattet. Den Thek in Deutschland zu kaufen, bringt wenig, die Preisunterschiede sind gering.
Wer am altehrwürdigen Modell hängt, wie es schon Generationen getragen haben, muss tief ins Portemonnaie greifen. Der Kalbfell-Tornister von Debrunner kostet stolze 240 Franken.
Auf diese Details sollten Sie achten
- leichtes Modell wählen; Kinder sollten nicht mehr als zwei bis drei Kilo tragen
- robustes und wasserabweisendes Material
- Reflektoren
- breite und gepolsterte Tragriemen
- gepolsterter Thekrücken
- stabiler Griff, leicht zu öffnende Verschlüsse
- mit Standfüssen bleibt der Schulthek-Boden trocken
- mehrere Innenfächer helfen, Ordnung zu halten
- inwendiges Adressfach
23. August 2006 | Otto Hostettler - otto.hostettler@ktipp.ch
