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An heissen Tagen sind Ventilatoren ein Segen. Die Luftwirbel helfen gegen Hitzeschock und Müdigkeit.
Ventilatoren erzeugen im Unterschied zu Klimaanlagen keine tieferen Temperaturen. Sie sorgen einzig für Luftbewegung, die die Feuchtigkeit auf der Haut rascher verdunsten und auf diese Weise ein Gefühl der Kühle entstehen lässt.
Bei empfindlichen Leuten kann der Luftzug indes zu Verspannungen führen. Zudem wirbeln Ventilatoren mehr Staub auf als Klimageräte. Man sollte sie deshalb weder direkt auf Personen noch auf den Boden, sondern in den freien Raum richten.
Je nach Einsatzort bieten sich unterschiedliche Typen an. Die kleinen Tischventilatoren mit einem Rotordurchmesser zwischen 15 und 30 Zentimetern eignen sich zum Beispiel gut als individuelle, flexible und platzsparende Lösung am Arbeitsplatz. Das Gros der Modelle gibts zu Preisen zwischen 40 und 70 Franken.
Im Winter wird die warme Luft umgewälzt
Deckenventilatoren hingegen kosten rasch einmal 200 bis 300 Franken mehr. Ihr Vorteil: Dank Flügeldurchmessern zwischen 100 und 140 Zentimetern vermögen sie die Luft schon bei langsamem und sehr leisem Lauf wirksam umzuwälzen. Das ist auch im Winter angenehm, wenn sich warme Luft sonst unter der Decke staut. Kommt hinzu, dass Deckenventilatoren nirgends im Wege sind und insbesondere für Kinder keine Gefahr darstellen.
Mehr Flexibilität bei noch immer guter Luftumwälzung bieten die Standventilatoren. Die meisten Modelle kosten zwischen 70 und 120 Franken. Praktisch sind die «Windmaschinen» sowohl im Wohn- als auch im Bürobereich, weil sie allen Personen im Raum Kühlung verschaffen, vielseitig ausrichtbar sind und leicht umplatziert werden können.
Gerätekopf
- Bei Standventilatoren genügt ein Flügeldurchmesser von 40 bis 45 cm.
- Generell gilt: Relativ weiche Kunststoffflügel laufen leiser als harte Metallpropeller. Es lohnt sich, schon im Laden hinzuhören.
- Um den Luftzug dahin richten zu können, wo er erwünscht ist, sollte der Neigewinkel des Ventilatorkopfs einstellbar sein.
- Ein hin und her schwenkender Ventilatorkopf (oszillierend) ermöglicht sanfte Kühlung ohne Durchzugseffekt.
Bedienung
- Die meisten Ventilatoren sind per Knopfdruck zu bedienen. Einige lassen sich auch bequem via Fernbedienung steuern.
- Geräte mit Timer können so programmiert werden, dass sie nach einer gewissen Zeit automatisch abschalten. Das verhindert ungewollten Dauerbetrieb.
- Sinnvoll sind zwei bis drei Geschwindigkeitsstufen, damit sich bedarfsweise sowohl ein sanftes Lüftchen als auch eine steife Brise erzeugen lässt.
Schutzgitter
- Je engmaschiger das Gitter, desto geringer ist die Gefahr, dass Finger oder Gegenstände in den Rotor geraten. Für Kinder sollte der Rotor unerreichbar sein.
- Es gibt auch Ventilatoren ohne Schutzgitter, die Weichschaum-Rotoren aufweisen. Solche Rotoren sind allerdings weniger robust und nicht ganz so effektiv.
Höhe und Stand
- Standventilatoren mit verstellbarer Höhe (meist ca. 110 bis 140 cm) lassen sich leicht platzieren und zielgenau ausrichten.
- Wichtig ist ein breiter, stabiler Fuss, damit das Gerät im Betrieb fest und ruhig auf dem Boden steht.
DER TURMVENTILATOR
- Die meist ca. 80 bis 90 cm hohen Turmventilatoren sind zwar fürs Auge nicht sonderlich attraktiv, aber schmal und somit platzsparend.
- Hauptvorteil: Mit den über fast die ganze Turmhöhe angeordneten Rotoren sorgen diese Geräte für eine umfassende Luftumwälzung.
- Punkto Ausstattung und Bedienungsfreundlichkeit unterscheiden sich die meisten Turmventilatoren kaum von den Standventilatoren.
28. Juni 2006 | GERY SCHWAGER
