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Die Diskussion um Einkommensmillionäre scheint immer mehr Kantone in die Defensive zu treiben. Jetzt hat auch Schaffhausen die Steuerdaten unter Verschluss genommen.
Bloss noch zwölf Kantone geben grundsätzlich Auskunft über das steuerbare Einkommen und Vermögen ihrer Einwohner. Luzern, Freiburg und Neuenburg legen das Steuerregister für eine gewisse Zeit öffentlich auf. Zugänglich sind die Steuerdaten zudem in Appenzell Ausserrhoden, Bern, Obwalden, Schwyz, St. Gallen, Uri, Waadt, Wallis und Zürich.
Aber auch in diesen Kantonen unterliegt das Auskunftsrecht meist gewissen Beschränkungen:
- In Bern kann jede Gemeinde eigene Einschränkungen erlassen.
- In Freiburg erhalten sämtliche Kantonseinwohner Auskunft - aber nur über natürliche Personen, nicht aber über Unternehmen.
- Luzern und Uri verbieten die Auskunft an Journalisten und die Veröffentlichung der Steuerdaten.
- Obwalden verlangt einen Interessensnachweis.
- Schwyz hat angekündigt, dass es sein Steuerregister ab 2007 ebenfalls unter Verschluss nehmen will.
- Im Wallis ist die Einsicht zwar möglich, aber durch mehrere Einschränkungen erschwert.
- In Zürich kann jeder Steuerpflichtige seine Steuerdaten sperren lassen.
24. Mai 2006 | Fredy Hämmerli
