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Banken bieten ihren Hypothekarschuldnern neue Möglichkeiten, Lohnausfall oder Tod zu versichern. Vergleichen lohnt sich.
Hypothekarschuldner sind angesichts der weitgehenden Bindung an ihre Bank gut beraten, sich gegen alle Eventualitäten zu wappnen: Sie sollten sich versichern gegen die Risiken Erwerbsausfall infolge Unfall oder Krankheit sowie Todesfall.
Bei der UBS lässt sich jetzt eine Hypothek mit einem Versicherungsschutz kombinieren. Er versichert das Risiko Todesfall und kostet für einen 40-jährigen Familienvater mit zwei Kindern und bei einem versicherten Betrag von 200 000 Franken 62 Franken Monatsprämie.
Beim Tod des Hypothekarschuldners erhalten die Hinterbliebenen die versicherte Summe. Sie soll die Rückzahlung eines Teils der Hypothek und damit den Verbleib im Eigenheim ermöglichen.
Ein solcher Risikoschutz macht Sinn. «Eine vergleichbare Versicherung ist aber bei anderen Anbietern günstiger zu haben - sofern der Versicherungsnehmer Nichtraucher ist», sagt Nicola Waldmeier vom VZ Vermögenszentrum in Zürich.
Für die Vertragsdauer von zehn Jahren kostet die Police bei der UBS 744 Franken pro Jahr - egal, ob Raucher oder Nichtraucher. Bei der Basler-Versicherung zahlt ein 40-jähriger Nichtraucher durchschnittlich 560 Franken pro Jahr, bei der Vaudoise 568 Franken.
Laut Waldmeier sind die Produkte indes nicht ganz identisch. Die UBS garantiert die Prämie für zehn Jahre, die Versicherungen behalten sich Anpassungen vor.
Bereits seit letztem Herbst bietet die Berner Kantonalbank (BeKB) eine Hypothek mit einer Lohnausfall-Versicherung an. Bei Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit kommt sie für die Hypothekarzinsen auf. Die Prämie beläuft sich bei einem versicherten Betrag von 2000 Franken pro Monat auf 780 Franken im Jahr. Das ist viel im Verhältnis zur Versicherungsleistung: Die Versicherung zahlt nämlich frühestens nach einer Frist von drei Monaten und längstens während 12 Monaten. Das Risiko eines länger dauernden Lohnausfalls ist nicht gedeckt.
Das Angebot der BeKB ist konkurrenzlos. Keine Versicherungsgesellschaft bietet einen derartigen Schutz gegen Lohnausfall an. Einige weitere Kantonalbanken und die Valiant-Bank wollen in Kürze jedoch ein ähnliches, an eine Hypothek gekoppeltes Produkt lancieren.
24. Mai 2006 | Jürg Zulliger
