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Venenthrombosen auf Langstreckenflügen sind ein bekanntes Problem. Bisher haben Mediziner geglaubt, die enge Bestuhlung und der Bewegungsmangel seien die Ursache für das sogenannte Economy-Class- Syndrom. Eine Studie der Universität Leiden in Holland zieht einen anderen Schluss: Es sind der geringe Sauerstoffgehalt und der niedrige Luftdruck im Passagierraum der Flugzeuge, die zu einer höheren Thrombosenneigung führen.
Die Wissenschafter untersuchten 71 Männer und Frauen sowohl nach einem achtstündigen Flug wie auch nach einem ebenso langen Kinobesuch. In beiden Situationen war die Bewegungsfreiheit der Beine in gleichem Masse eingeschränkt. Nach dem Flug erhöhte sich der Blutwert, der die Thrombosenneigung anzeigt, im Schnitt um 30 Prozent. Anders nach dem Kino-Marathon: Hier blieben die Blutwerte praktisch unverändert.
sc
12. April 2006
