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Kommen Gartenmöbel aus Holz wieder zum Einsatz, stellt man oft fest: Die Oberflächen sind angegriffen. Wer sie auffrischt und pflegt, hat auch länger Freude daran.
Gartenmöbel aus Holz müssen besonders viel wegstecken. Neben der rein mechanischen Beanspruchung sind starke Temperaturunterschiede, Nässe und Trockenheit sowie die UV-Strahlen massgeblich dafür verantwortlich, die Lebensdauer des Freizeitmobiliars zu verkürzen. Das lässt sich mit geringem Aufwand verhindern.
Bei Holzmöbeln gibt es folgende Varianten: Unbehandelte, offenporig lasierte, geölte oder lackierte Hart- oder Weichholzmöbel. Grundsätzlich gilt: die Möbel regelmässig inspizieren und Beschädigungen gleich beseitigen. Dies ist vor allem bei lackierten Weichholzmöbeln wichtig: Eingedrungene Feuchtigkeit verdunstet schlecht, kann sich im Holz stauen und so rasch zerstörerische Folgen haben.
Keinen Hochdruckreiniger verwenden
Deshalb sollten Sie Ihre Gartenmöbel immer zuerst gründlich reinigen. Baumarkt und Fachhandel führen spezielle Reiniger (Entalger, Holzreiniger). Oftmals erreichen Sie jedoch mit warmem Wasser, Schmierseife und einer Wurzelbürste vergleichbar gute Resultate, nur günstiger.
Auf den Hochdruckreiniger sollten Sie bei der Reinigung verzichten: Angegriffene Lacke können abplatzen, Holzoberflächen rau und faserig werden und Wasser unter Druck in Verbindungsstellen eindringen, wo es bekanntlich nicht hineingehört.
Spülen Sie alle Reinigerrückstände mit klarem Wasser ab und lassen Sie die Möbel gut trocknen. Nun überprüfen Sie den Zustand: Sind Oberflächen matt und spröde, blättert der Lack ab, ist er rissig, zerkratzt oder stumpf? Dann sollten Sie sofort handeln und angegriffene Lackoberflächen bis auf tragfähige Schichten abschleifen, gegebenenfalls grundieren und mit einem möglichst harten Lack (z. B. Bootslack) versiegeln.
Ist der neue Lack geeignet? Erst ausprobieren!
Achten Sie aber in jedem Fall darauf, dass der Ursprungsanstrich mit dem neuen Lack verträglich ist. Im Zweifelsfall sollten Sie das an einer unauffälligen Stelle ausprobieren.
Lasuroberflächen schleifen Sie an und streichen sie mit einer geeigneten pigmentierten Wetterschutzlasur.
Auch verwitterte Teakholzmöbel benötigen Pflege. Durch Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit werden die holzeigenen Öle aus der Oberfläche ausgeschwemmt: Das Holz wird stumpf und bekommt die typische, silbriggraue Patina, die bei manchem Teak-Fan sehr beliebt ist.
Allerdings verrottet nach mehreren Jahren auch Teakholz, denn in der rauen Oberfläche können sich Organismen festsetzen - und die Holzstruktur zerstören. Regelmässiges «Auffüllen» der Zellen mit Leinsamen- oder Teakholzöl erhält die rötlichbraune Farbe des Holzes und schützt es wieder vor Sonne und Regen.
Wacklige Tische und Stühle gleich leimen
Auch wacklige Tisch- und Stuhlbeine sollten Sie sofort reparieren, denn sie können durch Bruch unter Belastung ein Verletzungsrisiko sein. Nicht immer muss das Möbelstück hierzu zerlegt werden. In manchen Fällen kann die Verbindung vorsichtig auseinander gebogen, von Leimresten befreit und mit wasserfestem PU-Leim - Poly-urethan-Leim - repariert werden. Mit einer Zwinge fixieren.
Lackierte Möbel auffrischen
Das Holz von Harz befreien, anschleifen und entstauben. Nadelholz mit Bläueschutz behandeln
Hölzer mit wasserlöslichen Inhaltsstoffen müssen vor dem Holzschutzauftrag isoliergrundiert werden
Ecken und Kanten mit einem Rundpinsel vorstreichen und einem Flachpinsel zügig zu Ende lackieren
Mit Seifenlauge und Wurzelbürste oder speziellem Entalger die Gartenmöbel gründlich von Verunreinigungen befreien
Bei starker Verwitterung muss bis auf tragfähige Holzschichten abgeschliffen und der Schleifstaub anschliessend gut entfernt werden
Möbel mit einem geeigneten Holzöl streichen. Überschüssiges Öl nach kurzer Einwirkzeit mit einem Lappen aufnehmen
22. März 2006
