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Mit den neuartigen Wärmepumpen-Tumblern lässt sich viel Strom sparen. Und: Die Preise für diese Geräte sinken.
Der Tumbler ist praktisch und braucht wenig Platz, die Wäsche trocknet schnell. Verbreitet sind sogenannte Abluft- und Luftkondensations-Tumbler. Doch die brauchen viel Energie, weil sie mit hohen Temperaturen trocknen.
Sparsamer sind Wäschetrockner mit integrierter Wärmepumpe. Das Prinzip ist einfach: Die erwärmte Luft strömt aus der Wäschetrommel in den Verdampfer. Dort kühlt die Luft ab und wird entfeuchtet. Mit Hilfe der zurückgewonnenen Wärme heizt ein Kondensator die Luft wieder auf. Dank dieses Kreislaufs sinkt der Stromverbrauch gegenüber einem herkömmlichen Tumbler um rund 50 Prozent. Ein weiterer Vorteil: Das Gewebe wird geschont, weil es bei tieferen Temperaturen trocknet. Empfindliche und unempfindliche Wäschestücke müssen darum nicht mehr getrennt werden.
Als saldo vor einem Jahr erstmals über Wärmepumpen-Tumbler berichtete (17/04), gab es für den Einsatz in Einfamilienhäusern erst ein Produkt: den AEG Lavatherm 8080 WP zum Listenpreis von 3990 Franken. Inzwischen haben auch Fors und Electrolux Strom sparende Tumbler auf den Markt gebracht. Erfreulich für die Konsumenten: Die Preise sinken. Der Fors TKF-1350 A kostet 2790 Franken, das Electrolux-Modell EDH 6370 3280 Franken. Die Ladenpreise können allerdings erheblich unter den Listenpreisen liegen. So ist bei Fust der AEG Lavatherm heute für 2290 Franken zu haben, das Electrolux-Gerät für 2450 Franken.
Einsparungen von rund 53 Franken im Jahr
Gegenüber herkömmlichen Wäschetrocknern senken die Spar-Tumbler die Stromkosten um rund 53 Franken pro Jahr. Das macht bei einer Nutzungsdauer von 15 Jahren 800 Franken aus. Noch besser sieht die Rechnung für die Spar-Tumbler im Mehrfamilienhaus aus: Für den V-Zug Unimatic TW 282 liegt der Listenpreis bei 6550 Franken, die baugleichen Merker Vento 610 WP und Schulthess Spirit Topline TWP 6700 kosten 6290 Franken. Die Stromeinsparung ist mit 350 Franken pro Jahr oder 5250 Franken während einer Nutzungsdauer von 15 Jahren beträchtlich.
Zu finden sind die Spar-Tumbler auf www.topten.ch, der unabhängigen Online-Suchhilfe für Energie sparende Geräte.
Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich wollte wissen, ob die Spar-Tumbler in der Praxis das halten, was die Hersteller versprechen. Es beauftragte die Schweizerische Agentur für Energieeffizienz, die Geräte zu testen. Neben den deklarierten Daten wurden auch Betriebsanleitung und Handhabung geprüft.
Neue Geräte: Gute Resultate im Praxistest
Die Ergebnisse des Tests sind erfreulich: Alle Geräte sind in der Praxis einfach zu handhaben. Energieverbrauch und Trocknungsdauer entsprechen den Deklarationswerten. Die Abgabe von Feuchtigkeit an den Raum ist deutlich kleiner als bei Luftkondensations-Tumblern.
Strom im Haushalt: Sparmöglichkeiten
Mit besseren Elektrogeräten und Lampen könnte ein Haushalt im Schnitt rund 40 Prozent des Stromverbrauchs einsparen. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz (S.A.F.E.). Die Agentur hat den Energieverbrauch von 1500 Haushalten analysiert, die ihre Daten detailliert per Internet abgegeben hatten.
Der grösste Stromverbraucher im Haushalt ist demnach die Beleuchtung mit einem Anteil von 21 Prozent, gefolgt von Wäschetrocknern (16 %), Kühl- (13 %) und Tiefkühlgeräten (21 %). Das grösste Sparpotenzial ortet die Studie bei Wäschetrocknern, Tiefkühlern und elektrischer Beleuchtung. Konkret: Wer seine alte Kühltruhe ersetzt, effiziente Leuchten verwendet und die Wäsche nur im Ausnahmefall im Tumbler trocknet, kann viel sparen.
Daneben sieht S.A.F.E. «enorme Sparpotenziale» bei der Sanierung von Elektroheizungen und Elektroboilern. Auf www.energybox.ch kann jeder Interessierte rund 60 Fragen zum Sparpotenzial seines Haushalts beantworten. Auf der Basis dieser Daten bekommt der Nutzer konkrete Spartipps.
fis
07. Dezember 2005 | Armin Braunwalder
