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Preissuchmaschinen helfen, für ein Produkt den günstigsten Anbieter zu finden. Doch punkto Qualität gibt es grosse Unterschiede.
Das Weihnachtsgeschenk für die Tochter darf schon etwas kosten, aber nicht die Welt. Daher lässt die Mutter einen Spürhund los, der den besten Preisen im Netz nachjagt: Die Suche zeigt, dass die digitale Spiegelreflexkamera Dynax 5 D mit Objektiv bei einem Online-Shop schon für 987 Franken zu haben ist. Der teuerste Anbieter verlangt über 1600 Franken. Da die Käuferin bei einer Online-Bestellung ohnehin auf Beratung verzichtet, kann sie beim günstigsten Shop kaufen.
Noch gibt es keine Schweizer Preissuchmaschine, deren Betreiber auch im Land ansässig sind. Die bestehenden berücksichtigen bei ihren Suchdiensten entweder nur Schweizer Shops oder sie führen ausländische Anbieter auf, die auch über die Grenze liefern.
Nicht alle Dienste vermögen jedoch völlig zu überzeugen. Das Schweizer IT-Magazin «Infoweek» hat kürzlich Preissuchmaschinen getestet und verglichen. Klarer Sieger: www. toppreise.ch von Schlimm & Hörmann aus dem deutschen Dornstadt. Die Website erhielt die besten Noten für Bedienung und Übersichtlichkeit sowie für Relevanz, Anzahl und Qualität der Treffer.
Wie bei der Konkurrenz sind auch bei Toppreise nur Shops dabei, die ihre Daten und Preisliste zur Verfügung stellen. Das heisst: Herkömmliche Läden bleiben ausgeschlossen, zudem gibt es im Netz vielleicht noch günstigere Anbieter. Die Preissuchmaschinen liefern daher keine verlässliche Kaufempfehlung.
www.vergleiche.ch: Sehr breites Produkteangebot
Gleich zwei Preisspürhunde auf dem Schweizer Markt stammen von Metashopper aus Hamburg: www.preissuch maschine.ch und www.guens tiger.ch. Beiden liegt dieselbe Datenbank zugrunde. Die Schwäche dieser Dienste: Sie liefern deutlich weniger Treffer als die Konkurrenz.
Der Pariser Firma Le Guide gehören die Suchmaschinen www.antag.ch und www.shop wahl.com. Diese Spürhunde berücksichtigen auch ausländische Shops. Doch bei Bestellungen jenseits der Grenze ist Vorsicht angebracht: Versand und Zoll können die Artikel massiv verteuern. Im «Infoweek»-Test haben beide Preissuchdienste am schlechtesten abgeschnitten: Die Suchergebnisse lassen sich nicht nach dem Preis sortieren. Zudem stört, dass in der Liste oft Zubehör zum gewünschten Produkt erscheint.
Alle erwähnten Suchmaschinen führen vor allem Multimediaprodukte. Bei www.ver gleiche.ch kann man auch nach vielem anderem suchen: nach dem günstigsten ADSL-Abo, dem billigsten Flug oder dem günstigsten Mietauto.
23. November 2005 | Mirjam Fonti
