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Schwindler und Abzocker nerven immer wieder mit der gleichen Masche. Und vielen Firmen und Behörden sind die Kunden egal. Hier bringt der K-Tipp die aktuellen Konsumenten-Ärgernisse.
- Top-kmu.ch und Printus: Dahinter steckt Bortolini! Früher verkaufte Markus Bortolini aus Reichenburg SZ Einträge in wertlose Firmen- und Telefonverzeichnisse unter der Firmenbezeichnung MF Online. Heute macht er immer noch das Gleiche - mit der Firma B & P Dienstleistungen in Zürich, zusammen mit Marc Christoffel.
Unzählige Kleingewerbler sind schon auf Bortolini hereingefallen. Er verschickt Formulare mit vorformulierten Adresseinträgen für das Internet-Branchenverzeichnis www.ch-telefon.ch; dabei bittet er die Empfänger, den Eintrag zu kontrollieren und das Formular zu unterschreiben. Nur wer genau hinsieht und das Kleingedruckte liest, merkt, dass es sich um einen kostenpflichtigen Eintrag für ein Register handelt.
Der K-Tipp rät jeweils den Betroffenen, die Rechnungen von B & P Dienstleistungen über 860 Franken nicht zu zahlen mit dem Argument, sie seien getäuscht worden.
Dieser Rat gilt auch für Betroffene, die auf die neuste Masche von Bortolini und Christoffel hereinfallen: den Eintrag ins Online-Register top-kmu.ch bzw. Printus Verlag. Auch hier ist fast nicht zu erkennen, dass man mit der Bestätigung «Der Eintrag ist korrekt» gleichzeitig einen Auftrag unterschreibt. Der kostet übrigens 70 Franken - aber pro Monat!
- Sprachkurs bezahlt, nichts erhalten. Knapp 50 Franken zahlte Erika Nef aus St. Moritz GR im März für einen Sprachkurs auf CD. Gesehen hatte sie das Angebot im Internet auf www. sprachen24.net. Auf die CD wartet sie noch heute. Und mittlerweile hat sie die Hoffnung aufgegeben, fürs einbezahlte Geld jemals etwas zu erhalten. Denn Thomas Disch aus Schiers GR, der hinter Sprachen24 steckt, beantwortet E-Mails nicht. Und sein Telefonanschluss ist nicht mehr in Betrieb.
- Irreführender Preis. Samuel Meier aus Studen BE freute sich, als er in der Zeitschrift «PC-Tipp» ein Inserat der Firma Steg-Computer sah. Abgebildet waren Computer, Bildschirm, Drucker und Tastatur für 999 Franken. Ganz unten und ziemlich kleingedruckt stand dann, Bildschirm, Drucker und Tastatur würden zusätzlich über 500 Franken kosten. «Diese Art von Werbung ist irreführend», sagt Samuel Meier.
Die Verantwortlichen von Steg-Computer geloben Besserung: «Unser Ziel ist es, die Inserate kundenfreundlich zu gestalten.»
(mdb/em)
24. August 2005
