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Deroxat führt vermehrt zu Suiziden bei Jugendlichen. Deshalb empfehlen die Behörden das Medikament weder für Kinder noch für Jugendliche. Eine Klage konnte Glaxo Smith Kline mit einem Vergleich abweisen.
Das Medikament Deroxat gegen Depressionen steht immer wieder in der Kritik, weil es bei depressiven Jugendlichen das Risiko für Selbstmorde erhöht. Der Generalstaatsanwalt von New York hat deswegen im Juni 2004 gegen die Pharmafirma Glaxo Smith Kline Anklage erhoben. Die Firma habe in fünf Studien die Wirkung von Deroxat geprüft, aber nur jene veröffentlicht, die ein günstiges Licht auf das Medikament werfe. Die Resultate der restlichen vier Untersuchungen seien vernichtend. Dies berichtete der Gesundheitstipp in seiner letzten Ausgabe.
Allerdings ist bereits zwei Monate später die Anklage durch einen Vergleich beigelegt worden, wie Glaxo-Sprecher Eric Bandle gegenüber dem Gesundheitstipp sagte. Glaxo Smith Kline habe sich verpflichtet, dem Staat 2,5 Mio. Dollar zu bezahlen, und zudem würde die Firma alle Studien mit Deroxat bei Kindern auf dem Web veröffentlichen (siehe www.gsk.com).
Deroxat war zudem weder von ausländischen noch von der Schweizerischen Heilmittelbehörde Swissmedic je für Kinder zugelassen worden. Trotzdem ist es von Ärzten mehrfach verschrieben worden. Eric Bandle: «Unser Unternehmen hat die Abgabe von Deroxat an Kinder weder beworben noch empfohlen.»
(tf)
29. Juni 2005
