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Wer sein Bargeld für die Ferien am falschen Ort einkauft, muss tief in die Tasche greifen. Das zeigt eine saldo-Stichprobe bei vier Banken und den SBB.
Wer nach Zypern reist und 500 zypriotische Pfund in bar mitnimmt, zahlt dafür bei der Credit Suisse (CS) 1405 Franken. Bei den SBB kostet die gleiche Summe 1440 Franken. Mit der Differenz von 35 Franken lässt sich bereits die Taxifahrt zum Hotel bezahlen.
Unterschiede auch beim US-Dollar: 500 Dollar kosten bei der Migrosbank fast 5 Franken weniger als bei der Zürcher Kantonalbank. Die Banken begründen die Differenzen mit «Zuschlägen für Beschaffung, Transport und Bewirtschaftung». Für Teodoro Cocca vom schweizerischen Bankinstitut der Uni Zürich ist das nur die halbe Wahrheit: «Im Wechselgeldgeschäft profitieren die Banken von der eingeschränkten Transparenz.» Diese schlägt sich in den unterschiedlichen Margen (siehe Tabelle) nieder.
Bei weniger gefragten Währungen wird besonders zugelangt. Wer etwa bei den SBB 500 türkische Lira einkauft, zahlt 77 Franken mehr als bei der CS. SBB-Mediensprecher Roland Binz erklärt: «In der Türkei gab es Anfang Jahr eine Währungsreform. Wir haben uns entschlossen, den Kurs zu beobachten und mit einer sehr hohen Marge zu kalkulieren.» Auf die Ferienzeit im Juli verspricht Binz aber Besserung.
Es lohnt sich also, die Kurse zu vergleichen. Oder soll man Bargeld erst am Ferienort wechseln? saldo machte die Probe: Je grösser die Differenzen zwischen An- und Verkaufskurs in der Schweiz, desto eher lohnt sich der Wechsel am Ferienort. Als Regel gilt: Bei Differenzen ab 20 Prozent ist der Geldwechsel am Ferienort wahrscheinlich günstiger. Die von den Länder-Zentralbanken publizierten Devisenkurse (Links zu den Instituten: www.bis. org/cbanks.htm) geben eine Kontrollmöglichkeit.
Maestro-Karte: Im Ausland 5 Franken pro Bargeldbezug
Empfehlenswert ist das Aufsplitten auf verschiedene Zahlungsmittel - neben Kreditkarten und Bargeld sind das Reiseschecks oder in Europa die Maestro-Karte, mit welcher sich im Ferienland selbst zu günstigeren Kursen in der Lokalwährung bezahlen lässt. Allerdings ist das nicht gratis: Einkäufe und Bargeldbezüge kosten im Schnitt Fr. 1.50 respektive 5 Franken (saldo 6/05).
Wer ausserhalb Europas Bargeld braucht, kann dies mit der Kreditkarte oder der Travel-Cash-Karte von Swiss Bankers (www.swissbankers.ch) tun. Die mit Euro oder Dollar aufladbare Karte kann in über 120 Ländern an Bancomaten mit dem Logo «Cirrus» eingesetzt werden. Für 1 Prozent Gebühr wird die Karte inklusive Restwert bei Verlust gratis ersetzt.
22. Juni 2005 | Markus Kick
