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Die Fachleute der Schweizerischen Medikamenten-Informationsstelle SMI beantworteten im April die Fragen der Leserinnen und Leser zum Thema Medikamente am Steuer. Die wichtigsten Antworten fassen sie hier zusammen.
Kann ich trotz Morphium Auto fahren?
Ich leide an starker Polyarthritis. Gegen die Schmerzen nehme ich Morphium. Darf ich mich noch ans Steuer setzen?
Nein. Morphium ist ein starkes Schmerzmittel, das im Gehirn wirkt. Deshalb kann es auch die Psyche beeinflussen und die Reaktion verlangsamen. Dies selbst dann, wenn man es genau nach der Vorschrift des Arztes nimmt. Deshalb gibt es für Sie nur eine Lösung: Verzichten Sie aufs Autofahren.
Gibts eine Liste mit erlaubten Mitteln?
Die Tabelle im Gesundheitstipp 4/05 warnt vor einer Reihe von Medikamenten. Gibt es umgekehrt eine Liste von Substanzen, bei denen Autofahren problemlos möglich ist?
Nein. Es wäre auch nicht sinnvoll, gewisse Produkte für unbedenklich zu erklären. Denn jeder Mensch reagiert auf ein Medikament anders. Eine solche Liste würde eine falsche Sicherheit vortäuschen. Entscheidend ist vielmehr, dass jeder, der fährt, tatsächlich fahrtauglich ist. Fragen Sie sich deshalb vor jeder Fahrt ehrlich, ob Sie wirklich genügend fit sind.
Fahren mit Epilepsie-Medikamenten?
Seit Jahren verwende ich Medikamente gegen Epilepsie. Nun sagt meine Frau, mit meinen Medikamenten dürfe ich mich nicht ans Steuer setzen. Hat sie Recht?
Sie dürfen nur dann fahren, wenn Sie wegen der Medikamente weder epileptische Anfälle noch Nebenwirkungen haben. Bei Epileptikern am Steuer sind meist nicht die Medikamente das Problem, sondern die Epilepsie: Ein Anfall während des Fahrens kann tödliche Folgen haben. Halten Sie sich deshalb an die Anweisungen Ihres Arztes.
11. Mai 2005
