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Eine eigene Homepage zu erstellen ist keine Hexerei. SPEZIAL zeigt, wies geht.
1. Webadresse bestimmen: Jede Website braucht eine Adresse - auch URL genannt. Es gibt zwei gängige Varianten:
- Website mit eigener Adresse: www.ihrname.ch (z. B. www. meier.ch). Eine eigene Adresse mit Endungen auf .ch und .li muss bei der Schweizer Registrierstelle Switch (www.switch.ch) registriert werden. Die Jahresgebühr beträgt Fr. 35.-. Zuvor muss man jedoch ebenfalls bei der Switch abklären, ob die gewünschte Domain überhaupt noch frei ist.
- Website ohne eigene Adresse: Grosse Internetprovider wie Bluewin, Sunrise und Cablecom bieten meist gratis oder für wenig Geld die Möglichkeit an, eine private Homepage zu erstellen. Die Adresse sieht dann etwa so aus: www.ihrprovider.ch/ ihrname.
2. Speicherplatz mieten: Wer sich für eine Website mit eigenem Namen entscheidet, braucht einen Provider, der die Daten der Site aufs Internet schaltet. Für eine einfache Site reichen 10 bis 20 MB Speicherplatz aus. Für weniger als 10 Franken pro Monat gibts zahlreiche Angebote (siehe: www.providerliste.ch).
3. Ideen skizzieren: Was will man auf der Website veröffentlichen? Welche Inhalte (Texte, Bilder, Videos usw.) stehen zur Verfügung? Wie will man die Inhalte unterteilen?
4. Navigation: Wie findet sich der Besucher auf der Site zurecht? Muss er schon auf der Einstiegsseite Zugriff auf sämtliche Kategorien haben oder soll die Navigation über mehrere Stufen und Unterkategorien erfolgen?
5. Layout: Farben und Schriftarten festsetzen. Bilder auswählen.
6. Software wählen und kennen lernen: Einfache Websites sind in der Seitenbeschreibungssprache HTML programmiert. Empfehlenswerte Gratis-HTML- Programme gibts auf www. meybohm.de und www.qhaut.de.
Wers einfacher will, kann auch auf fixfertige Packages zurückgreifen, die einige Internetprovider anbieten. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind allerdings meist eingeschränkt.
7. Website hochladen: Nachdem man alle Seiten erstellt hat, muss man sie mit dem Internetdienst FTP auf den Server des Providers hochladen. FTP-Programme werden vom Provider zur Verfügung gestellt, oder man kann sie gratis aus dem Internet herunterladen (z. B. auf www.zdnet. de/downloads).
8. Site testen: Die neue Site muss nun in verschiedenen Browsern getestet werden. Stimmt die Darstellung? Sind keine toten Links aufgeschaltet?
Wer sich mit Webdesign ernsthaft auseinander setzen will, kommt an der Site www. selfhtml.org nicht vorbei.
Weiterführende Informationen gibts im Saldo-Ratgeber «Die eigene Website» (zu bestellen unter www.saldo.ch).
Website-Sünden - und wie man sie vermeiden kann
- Sites, die lange brauchen, bis sie geladen sind, sind schnell weggeklickt. Setzen Sie Bilder deshalb nur sparsam und komprimiert ein. Und verwenden Sie Hintergrundmusik nur, wenn man sie ausschalten kann.
- Vermeiden Sie nervös blinkende Grafiken, knallig bunte Schriften und unterstrichene Hervorhebungen.
- Verwenden Sie gängige Schriften wie Verdana und Arial in gut lesbarer Schriftgrösse.
- Stellen Sie keine unvollständigen Websites online. «Under Construction»-Zeichen nerven.
- Achten Sie darauf, dass der Besucher Ihrer Website nicht horizontal scrollen muss.
- Ihre Site sollte mit jedem gängigen Browser funktionieren.
- Tote Links - also Links, die ins Nichts führen - sind ärgerlich.
- Nutzer wollen wissen, wer hinter einer Site steckt. Deshalb: Kontaktinfo nicht vergessen.
- Auf korrekte Rechtschreibung achten.
- Achten Sie darauf, dass keine veralteten Informationen auf Ihrer Website stehen (Weihnachtsgrüsse im Sommer).
23. März 2005 | Patrick Gut
